Höhenflüge inklusive

von Redaktion • 17.6.2011 • Kategorie: TractionKITE & friends bestellen!

Dieser Testbericht dreht sich um das neue High Fly, das „tierische“ Zebra-Board im Vertrieb von Libre. Zurückgehalten haben sich die Zuständigen bei der Namensgebung des Zebra-Boards jedenfalls nicht, so viel steht fest. Aber kann das Board seinen Namen „High Fly“ auch rechtfertigen, oder sollte es lieber bodenständiger wie ein Zebra in der Savanne bleiben?


Robust gebaut geht das neue Zebra durch dick und dünn

Gut geformtes Epoxid-Komposit-Deck für optimales Feedback

Shiny Chic: robuste Alufelgen am High Fly

Freestyler sehen sofort den Grab-Handle in der Mitte des Boards für Board-Off-Tricks und die festen Ratschenbindungen, die guten Halt bieten. Dank Sandpapiertape unter den Bindungen lässt sich ein Hin- und Her- oder Herausrutschen effektiv vermeiden. Und was ist an das Fahrgestell aus 12-Millimeter-Trucks geschraubt? Die 8-Zoll-„Alus“ – in der Autotuning-Szene würde man dazu wohl „schicke Puschen“ sagen – gehören ebenso zur fabelhaften Grundausstattung dieses Landboards. Zebra will mit den massiven 12-Millimeter-Achsen dem Skateachsen-Problem, also dem Verbiegen der Achsen bei hartem Einsatz, offensichtlich ein Ende setzen. Die Achsen sind in der Praxis spurtreu und das gut geformte Epoxid-Komposit-Deck unterstützt aktiv das Lenkverhalten. Beim Lenken merkt man durch genaueres Betrachten, wie sehr das Deck die einmal ­eingeschlagene Lenkbewegung aktiv unterstützt, was zu einem sehr direkten Lenkverhalten führt. Zudem bietet das Deck auch einen angenehmen Flex, der Schlaglöcher und harte Landungen abfedert. Im Test musste das Board sogar tieferen Sand bewältigen, durch den es sich wie ein Geländewagen hindurchschaufelte. Der Pop ist dementsprechend auch nicht von schlechten Eltern und überzeugt im Absprung. Beim Freestylen in der Luft ist das Landboard aufgrund seiner 6 Kilogramm Gewicht mit Leichtigkeit zu beherrschen und dem Rider garantiert kein Klotz am Bein.

Es ist schon erstaunlich, wie leicht das Board trotz der Ausstattung mit Alu- anstatt Plastik-Felgen bleibt. Die Verarbeitung ist sehr gut, wie auch schon beim günstigsten Zebra-Board aus unserem Vergleichstest in KITE & friends 6/2009, dass jedoch mehr für Einsteiger als für Aufsteiger geeignet ist. Das Deck weist keine unreinen Verarbeitungsspuren auf und kommt in netter Verpackung mit Aufbau- und Justierwerkzeug.

Text: Nick Feldhusen
Fotos: Nick und Tom Feldhusen