GPA-Jugend “streikte” im Oktober – Plan B
von Redaktion • 8.12.2011 • Kategorie: Traction • KITE & friends bestellen!
Normalerweise kann den Buggy-Kids schlechtes Wetter nichts anhaben: Mit perfekter Strandausrüstung überstehen sie locker starken Wind, ein paar Regentropfen und Temperaturen um die 5 Grad Celsius. Aber mit einer Regenwahrscheinlichkeit von fast 100 Prozent an vier Tagen hatte keiner gerechnet. Schlechte Laune gab es dennoch nicht, denn das Betreuer-Team der diesjährigen Kitebuggy-Jugendfreizeit – Patrick Paul, Thorsten Kabelitz, Andreas und Grit Scheppan – hielt immer Plan B bereit. Doch mit einem Strandspaziergang konnten sie überhaupt nicht punkten und die Kiddys streikten kräftig.

Teilnehmer (von links) Eddy, Louis, Tom, Thora, Florian, Laura, Yannick, Tjorven, Felix, Alva, Justin und Michel sowie die Betreuer Andreas, Grit, Patrick und Thorsten

Wer viel unternimmt, darf auch mal Körper und Seele baumeln lassen

Beim Funrace zeigten sie ihr Können: GPA-Buggynachwuchs

Equipment-Check bei Metropolis

Kiterparty: auch der Nachwuchs lässt es „im Köm“ krachen

Rohre biegen und Fußrasten drücken bei BBS
12 Kinder aus ganz Deutschland trafen sich Mitte Oktober für eine Woche am Campus Nordsee in St. Peter-Ording. Nach kurzem Check-in, dem Beziehen von zwei Jungen- und einem Mädchen-Zimmer, ging es sofort ab zum Strand. Denn laut Wetterfrosch Horst „Hossi“ Nebbe – dem Betreiber der örtlichen Buggyfahrschule – sollte unbedingt der noch trockene Sand genutzt werden. Die Rennfahrer Justin, Tom, Louis, Yannick, Florian, Eddy und Felix nahmen die Piste in Windeseile in Beschlag und drehten ihre ersten Runden. Die Mädels Alva, Thora, Tjorven und Laura gingen es etwas ruhiger an und tasteten sich langsam ans Fahren heran. Michel und Tjorven übten fleißig für ihre Lizenzprüfung und legten diese zum Ende der Woche auch erfolgreich ab.
Rennfieber
Bei 10 Grad Celsius, Windstärke 3 bis 4 und Sonne satt wurden am Montag mehrere Spaßrennen gefahren. Die Mädels bildeten das Zählerteam und lernten somit gleich die Regeln der Rennkunst kennen. Eddy und Andreas stellten das Rennleiter-Team und starteten nach offiziellen Regeln den Wettkampf. Gefahren wurden immer 20 Minuten auf einem anspruchsvollen Kurs. Damit nicht von Anfang an klar war, dass Justin und Tomy als Gewinner hervorgehen würden, mussten die versierteren Fahrer einen kleinen Umweg mit Vorwind fahren. Auch Patrick, Thorsten und Grit mischten sich unter die Rennpiloten. „Rennschnecke“ Grit konnte sich in ihrem ersten Rennen ins mittlere Fahrerfeld untermischen und war froh, dass sie nicht Letzte wurde.
Exkursion
Obwohl immer alle ihr Essen aufgegessen hatten, waren die nächsten Tage verregnet. Ein Plan ohne Buggyfahren musste her, was aber in St. Peter-Ording nicht so schwierig ist. Der erste Ausflug führte die Buggy-Kids nach Handewitt. In zwei Gruppen wurden der Buggyhersteller Bernd Steffensen (BBS) und der Kiteshop Metropolis besucht.
Bei BBS bekamen die Youngster alle technischen Raffinessen rund um den Buggy durch den versierten Konstrukteur leicht verständlich erklärt. Dabei ging es nicht nur um die Geometrie eines Buggys, sondern auch um die Punkte Sicherheit, Material und Bereifung. Aus einem Stück Edelstahl durfte dann jeder eine Fußraste biegen. Das Metropolis-Team von Dieter Rieth und Thorsten Baasch stellte den Teilnehmern verschiedene Umlenksysteme, Trapeze, Reifen und Kites vom Einsteiger bis zum Hochleister vor. Das Schneiden von Rillen in einen Reifen war hier ein besonderes Highlight.
Sporty
Damit der Sport nicht zu kurz kam, begann jeder Morgen mit einem ordentlichen Frühsport-Programm. Dann waren alle fit und munter und konnten gut gelaunt in den Tag starten. So überstanden die Kids dann auch das etwas anstrengende Ausweichprogramm deutlich gelassener. Jeder durfte in einem kurzen Referat über die verschiedenen Themen rund ums Buggyfahren berichten. „Ab in die Fluten“ hieß es dann am Nachmittag, denn die Buggyfahrschule Horst Nebbe und der Kite-Power-Shop von Hape Ulmert spendierten der Gruppe einen Besuch in der Dünen-Therme.
War ’ne geile Zeit
Auch der Donnerstag bot sich immer noch nicht zum Buggyfahren an und so gab es noch einen Ausflug in das Multimar Wattforum in Tönning. Dort konnten Groß und Klein auf Entdeckungstour rund um das Wattenmeer gehen. Endlich Freitag: Nach einem zünftigen Indoor-Papierflieger-Wettbewerb in der Turnhalle, den Yannick im Weitfliegen gewann, ging es endlich noch einmal an den Strand zum Buggyfahren: bei satten 6 Beaufort und fast trockenem Strand. Die Jugendfreizeit fand dann am Abend in der in der Buggyfahrer-Szene beliebten Gaststätte „Café Köm“ ihr Ende. Der Besitzer Uwe Kirchner lud alle Kids zu Schnitzel und Burger ein, was den kulinarischen Höhepunkt der Reise bildete.
Text: Grit Scheppan
Fotos: Patrick Paul
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