Boost control – Neuer Booster XT von BBS
von Redaktion • 8.10.2009 • Kategorie: Traction • KITE & friends bestellen!
Erlaubt mir, zu Beginn des Testberichts etwas zurückzuschauen: Bereits im Jahr 2000 haben wir den ersten BBS-Buggy getestet und konnten im Folgejahr vom Full-Moon-Booster berichten. Mit dem Booster BX hat der norddeutsche Anbieter den im Jahr 2004 getesteten Rennbuggy bis zu diesem Jahr ausgeliefert, auch wenn BBS mit Cruiser und Concept seit 2006 das Programm auf eine ganze Buggyfamilie ausgebaut hat. Jetzt ist mit dem Booster XT das neueste Modell erschienen und wir wollen wissen: Hat dieser Buggy mit langjähriger Modellgeschichte Aussicht auf eine erfolgreiche Zukunft?

Die solide XT-Vordergabel – hier für Full-Moon-Bereifung

Unter kräftigem Querzug driftet der neue Booster kontrolliert über alle drei Räder

Bei Sitzgeometrie und Vordergabel zeigen sich die größten Neuerungen des XT

Perfektes Finish zeigt der moderne Rennbuggy aus der Fertigung Bernd Steffensens

Angepasste Polsterung: die Beinfreiheit wurde verbessert

Die Handewitter Schmiede Buggy-Direkt von Bernd Steffensen hat sich auf hochwertige Edelstahlbuggys spezialisiert. Bereits das „Einsteigermodell“ Cruiser hat mit Moon-light-Bereifung rundum, 1,40-Meter-Hinterachse und bequemem Sitz das Potenzial für den ordentlich angepowerten Einsatz. Mit dem Concept ist ein reines Renngerät im Programm, welches mit seiner flachen Gabelauslegung und schweren Bauweise extrem spurtreu läuft. So könnte man zu dem Schluss kommen, dass der dazwischen platzierte Booster als weiteres Highend-Gerät entfallen könnte. Doch mit dem neuen Modell XT zeigt Steffensen deutlich, dass dem nicht so ist.
What’s new?
Bereits beim ersten Blick auf den Booster XT wird deutlich, dass BBS hier wieder seine bewährte, hochwertige Fertigungsqualität bietet. Das sauber verschweißte Edelstahlgestell weist ein gestrahltes Finish auf und der gepolsterte Sitz zeigt wieder den vom Concept und dem Booster-Vorgänger BX bekannten Komfort, gepaart mit hohem Seitenhalt. Doch wurde die Form der Sitzrohre verändert, welche nun über den Schenkeln des Piloten etwas zusammenlaufen und so zusätzlichen Halt bieten. Auch ist die Sitzbreite gegenüber den anderen Modellen soweit reduziert, dass selbst schmale Fahrer eine sichere Sitzposition finden, ohne das sich gleichzeitig solche mit etwas kräftigerer Statur sofort wie in einer „Kneifzange“ fühlen. Im Gegensatz zu Cruiser und Concept bleibt dem neuen Booster die bewährte Z-Deichsel aus Vierkant-Rohr. Komplett neu ist aber der Aufbau der Gabel, welche nicht mehr aus Vierkant-Rohren, sondern aus Flachstahl für die Gabelbrücken und Rundrohr für die Gabelbeine ausgebaut ist. So macht die Gabel einen massiven Eindruck, wobei Bohrungen zur Materialreduzierung in den Brücken die Liebe zum Detail widerspiegeln. Je nach Kundenwunsch wird beim XT ohne Aufpreis eine 1,50 oder 1,60 Meter lange Starrhinterachse verbaut.
Suitable
Also rein in den Buggy – und tatsächlich finde ich sofort Platz im engen Sitz, welcher mir kaum Bewegungsfreiraum bietet. Was bei jedem Buggy ein guter Tipp ist, wird beim Booster XT unerlässlich: Das Einstellen des Sitzes auf die Wünsche des Piloten, denn jeder hat seine eigene Körperform und dazu die persönliche Vorstellung, wie man entspannt im Buggy sitzt und diesen perfekt unter Kontrolle hält. Was üblicherweise beim Anziehen und Lösen der Spanngurte des Sitzes beginnt, hört bei der Längeneinstellung der Deichsel noch nicht auf. Die doppelt ausgeführte Polsterung der Sitzrohre ermöglicht noch weitere Anpassungen. So fand ich die optimale Bewegungsfreiheit für meine Beine erst, als ich im vorderen Bereich die Polsterdicke reduziert hatte. Hierin stecken also mehr Variationsmöglichkeiten, als mancher ahnen würde, welche dann am Ende einen engen Sitz für sicheren Halt zusammen mit einer optimalen Bewegungsfreiheit beim Lenken ermöglichen.
Let’s ride!
Raus auf die Piste und die Fahreigenschaften checken! Mit den Ausmaßen eines Rennbuggys liegt der Booster XT sofort gut auf der Strecke. Die Geometrie erscheint bei meiner Größe und den verbauten 10-Zentimeter-Verlängerungen optimal. Lange hält der Buggy die Spur, um dann bei zu viel Seitenzug kontrolliert über alle drei Räder weg zu driften. Auch die Lenkung bietet einen guten Geradeauslauf, sodass ich sicher meinen Kurs einschlagen und halten kann. Hierzu tragen die mit profiliertem Fahrradmantel gummierten Fußrasten natürlich ihren Teil bei. Die Lenkung ermöglicht aber auch eine zügige Richtungsänderung, was bei engen Halsen sehr angenehm ist. Besonders bei Wenden zeigt der XT wesentlich mehr Wendigkeit als der schwere Rennbuggy Concept mit seinem ausladenden Vorderbau. So kann man den Drehradius des Buggys beim Manöver nach Bedarf stark verkleinern und das Gerät schnell wieder in eine optimale Position bringen. Hier hat man die Vorteile der Booster-Vormodelle klar aufgegriffen und auch beim neuen Modell wieder perfekt umgesetzt.
What you get!
Der Booster XT ist ein reinrassiger Rennbuggy, der sicher auf der Piste liegt. Mit seinem Vorderbau kann er aber deutlich flinker und kraftsparender dirigiert werden als der schwere Concept, womit der XT bei vielen Manövern – wie auf einem schwierigen Terrain oder auf einem anspruchsvoll gesteckten Rennkurs – seine Vorteile ausspielen kann. Zusammen mit der Sitzkonzeption mit verstärktem Seitenhalt und engerem Aufbau werden viele Fahrer – dabei insbesondere schlanke, sportliche Personen – eine sichere Sitzposition finden. Damit ist der neue Booster eine durchdachte Konstruktion, welche die BBS-Palette mit ihren modernen Features komplettiert.
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Fettes Gerät. Muß ich wohl noch ein wenig für sparen. Aber damit wird es echt fett beim Abpowern auf der Wiese!
Paßt er auch für 70-Kilo-Kiter?
Hallo Marko,
natürlich ist der Booster XT von BBS auch für Fahrer um die 70 Kilogramm Gewicht geeignet, bzw. er ist gerade auch für Leute Deines “Kalibers” gebaut. Einige junge Leichtgewichte fahren den Booster XT auch sehr erfolgreich in Buggyrennen der GPA.
Der Buggy lohnt sich sicher und ist eine Investition mit Zukunft!
Grüße, Jens Baxmeier
Redaktion KITE & friends