Symphony speed – Rot-grüne Überraschung

von Redaktion • 18.3.2009 • Kategorie: LenkdrachenKITE & friends bestellen!

test_aufmacherGut, es gibt unkomplizierte Funmatten zum Spaßfliegen und es gibt große Tractionkites für ordentlich Power. Aber was bei den Stablenkdrachen als klarer Trend zu erkennen ist, sollte bei den Stablosen auch nicht fehlen: Richtig – Speed, also hohe Fluggeschwindigkeiten, sind bei Inventos gestreckter Mattenserie angesagt.


Hochgeschwindigkeitsfreuden bis in den Abend – hier wird der aufwändige Aufbau der Waage deutlich


Spaß beim Flugtest mit Speedjunkie und Buggyweltmeister Malte Lutz


Die „große“ Symphony Speed im Groundpass


Ab in die Drehung: Neben der schnellen Geraden wirbelt die Speed auch durch die Spins


Komplettes Rtf-Set mit Speed-Bag und Karabiner


Schlaufenfrage: gepolsterte Schlaufen bei der Großen und einfache Straps beim 2-Meter-Modell

Gut, es gibt unkomplizierte Funmatten zum Spaßfliegen und es gibt große Tractionkites für ordentlich Power. Aber was bei den Stablenkdrachen als klarer Trend zu erkennen ist, sollte bei den Stablosen auch nicht fehlen: Richtig – Speed, also hohe Fluggeschwindigkeiten, sind bei Inventos gestreckter Mattenserie angesagt.

Als letztes Jahr die 250 Zentimeter messende Symphony Speed 2.5 erschien, war das wie ein Geheim­tipp, und die Fangemeinde vergrößerte sich stetig. Nun ist der Kite in seinem oberen Windbereich schon recht mächtig und fängt über vier Windstärken kräftig an zu ziehen. Wer bis zur Orkanstärke die volle Geschwindigkeit seiner „Rennsau“ auskosten möchte, dem gibt Invento nun mit der Speed 2.0 das richtige Gerät in die Hand. Nicht, dass der Kite keinen Zug entwickeln würde – aber mit der grünen Alternative bleiben selbst leichtere Piloten noch am Platz, wenn der rote Donnervogel sie bereits zum Horizont schleifen würde.

Details
Schauen wir uns die Testprobanden einmal genauer an. Das längliche Bag mit eloxiertem Karabiner suggeriert bereits, dass man mit seinem Sportgerät Großes vorhat. Faltet man den darin enthaltenen Kite auseinander, so sieht man eine beachtliche Flügellänge – sprich: Die Speeds besitzen eine hohe Streckung, was bei der 2.5er besonders deutlich wird. Von hoher Qualität zeugt auch die vernähte Waage aus Dyneema. Während sich diese bei der grünen Variante auf jedes Profil verzweigt, wurden bei der roten Diagonalprofile in den Kammern eingesetzt, um eine perfekte Ausformung zu erreichen, obwohl nur jedes zweite Profil an der Waage aufgehängt ist. Alle Profile sind mit Double-Stitch, also einer soliden Doppelnaht, mit dem Untersegel verbunden. Insgesamt kann man den gleichen Verarbeitungsstand wie bei hochwertigen Tractionkites vorfinden, was im Segment der Fun-Matten ein deutliches Lob verdient.

Zubehör
Klar, dass Invento seine Speed-Symphonys in einem Ready-to-fly-Set ausliefert. Die 30 Meter langen Dyneema-Schnüre sind bei der 2.0er mit 100 Dekanewton Bruchlast ausgelegt, während die Belastbarkeit bei der größeren Variante auf 145 Dekanewton hochgesetzt wurde. Ein deutlicher Unterschied zeigt sich bei den Flugschlaufen, mit denen die Drachen gelenkt werden. Während die zugkräftigere rote Matte mittels gepolsterter Schlaufen angenehm in der Hand liegt, muss der Pilot beim kleineren Schwestermodell mit einfachen Gurtschlaufen zufrieden sein. Das ist zwar für den unteren Windbereich ausreichend; doch wer sich an die obere Windgrenze von sechs Beaufort herantastet oder diese gar überschreitet, läuft Gefahr, neben dem Flugspaß schmerzende Hände zu erhalten. Windverwöhnte Kiter sind mit bequemeren Griffen auch bei diesem Modell gut beraten.

Zwei Empfehlungen
Auch wenn die Speeds am Himmel gar nicht so unterschiedlich aussehen, so differiert der Charakter doch deutlich. Die grüne Symphony Speed 2.0 bietet genau das, was wir von einer Speed-Matte erwarten: Hohe Flugdynamik und auch bei kräftigen Winden kein Limit, welches sie in ihrer Ge­­schwindigkeitssucht zügelt. Wer kräftigere Schnüre und geeignete Schlaufen benutzt, wird den Kite auch oberhalb des vom Hersteller mit bis zu 6 Beaufort angegebenen Windbereichs einsetzen und kontrollieren können. Wechseln wir auf die rote Symphony Speed 2.5, so fällt sofort der solidere Flug auf. Der größere Flügel setzt den Wind nicht nur in Vortrieb, sondern auch in Zugkraft um. Dabei ist für Adrenalinausschüttungen selbst bei gestandenen Männern gesorgt. Außer mehr Fläche und größerer Streckung steckt auch mehr Technik im Aufbau des Schirms, sodass der geringe Aufpreis geradezu lächerlich erscheint.

Eine Empfehlung für eine Größe? Fehlanzeige! Da liegt die Entscheidung für die gewünschte Charakteristik klar beim jeweiligen Piloten. Und was keinesfalls schadet: Wenn man einfach beide hat!

Lob
Ein Lob geht an den Konstrukteur Alex Hesse: Trotz ihrer Agilität stehen Inventos Speed-Matten überraschend stabil in der Luft. Wer etwas Lenkdrachenerfahrung hat, wird mit ihnen im unteren Windbereich kaum Probleme haben. Je heftiger der Wind jedoch weht, desto mehr Erfahrung wird der Person am unteren Ende der Schnüre abverlangt. Langweilig sollten die Kites jedenfalls so schnell nicht werden.