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	<title>KITE &#38; friends</title>
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	<description>Kites und Friends – Zeitschrift für Kites, Buggys, Matten, Szene, News und Test</description>
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		<title>KITE &amp; friends: Günter Wolsing-Drachen</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 15:10:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<title>Wolsings Maxime: 12 Meter großer Flaki-Lenkdrachen</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 16:41:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lenkdrachen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, es scheint an ein Wunder zu grenzen. Doch wo und wann ist es geschehen? Als der wohl größte Stablenkdrachen der Welt im Juli 2011 in St. Peter-Ording abhob, um erstmals, von einem einzelnen Piloten gesteuert, kontrollierte Loopings zu&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112_2/aufmacher.jpg" width="590" style="margin-top:-7px" /></p>
<p><strong>Ja, es scheint an ein Wunder zu grenzen. Doch wo und wann ist es geschehen? Als der wohl größte Stablenkdrachen der Welt im Juli 2011 in St. Peter-Ording abhob, um erstmals, von einem einzelnen Piloten gesteuert, kontrollierte Loopings zu fliegen? War es, als Erbauer Günter Wolsing ihn auf Fanø im Juni 2005 dem Publikum präsentierte? Oder im Juli des Vorjahres, als der Drachen auf der Wiese erstmals knapp 5 Meter aufstieg? </strong><span id="more-1939"></span></p>
<div id="bilder">
<p><img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112_2/01.jpg" alt="" /><br />
<strong>Helge Gosau steuert das imposante Gerät mit voller Konzentration</strong><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112_2/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>Günter Wolsing weiß: Hier muss alles sitzen, damit der Flug gelingt</strong><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112_2/03.jpg" alt="" /><br />
<strong>Viele Details müssen beim Zusammenbau berücksichtigt werden</strong><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112_2/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>Vorbereitung: Jens und Helge sprechen jeden Schritt am Modell durch</strong><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112_2/05.jpg" alt="" /><br />
<strong>Der Flaki 9,0 mit buntem Flickwark überzeugt durch Flugbild und Gesamterscheinung</strong><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112_2/06.jpg" alt="" /><br />
<strong>Da steckt Erfahrung drin: Die Muffen der Spreizen sind mit Klettband gegen Herausrutschen gesichert</strong><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112_2/07.jpg" alt="" /><br />
<strong>Mit dem dreifarbigen Flickwark-Segel glitzert der Flaki 12,0 im Sommerhimmel</strong><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112_2/08.jpg" alt="" /><br />
<strong>Ein eleganter Klassiker: Long-Dart-Familie als Gespann</strong><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112_2/09.jpg" alt="" /><br />
<strong>Günter Wolsings Freude sind seine tollen Lenkdrachen: Wir wünschen ihm alles Gute</strong><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112_2/10.jpg" alt="" /><br />
<strong>Philipp Münstermann mit fünf Steikis aus Günters „Schmiede“</strong>
</div>
<p>Ganz ehrlich? Das Wunder geschah von Januar bis April 2004 in einem kleinen Dachzimmer in Hamburg-Volksdorf. Dort, wo Günter Wolsing seine Werkstatt öffnete, wo Nähmaschine und Drachenstoff mehr Platz einnehmen als Bett und Kleiderschrank, wo die ehrgeizigen Zeichnungen aus dem vorherigen Herbst zu fliegender Realität werden sollten. Und so entstand Stück für Stück in seiner einzigartigen Flickwark-Technik (Wark ist plattdeutsch für Werk beziehungsweise Arbeit) aus kleinen Einzelteilen im „wilden Verband“ ein wunderschönes und durch die vielen Nähte ausreichend verstärktes Drachensegel in Goldgelb und Schwarz, welches ein pinkes W schmückt und das durch Gazeflächen ein wenig durchlässig ist. Eine Gesamtfläche von 21 Quadratmeter, wohl mehr als das Vierfache der Fläche des Raumes, in dem er gebaut wurde. Bestückt hat Günter den 12er mit einem 20-Millimeter-Kohlefasergestänge, wobei die Leitkanten bereits jeweils 7,25 Meter messen und die untere Spreize auf 8,40 Meter kommt. </p>
<p><strong>Bestätigung</strong><br />
Dass Günter diesen großen Drachen entworfen und von der Schablone bis zum letzten Verbinder gebaut hat, ist das eigentliche Wunder. Die Kühnheit für dieses Tun liegt vor allem in seinen stets wachsenden Drachenfamilien begründet. Nachdem vom Ur-Long-Dart aus dem Jahr 1991 sechs Größen entstanden sind (siehe Sport &#038; Design Drachen 3/94), wurden vom Steiki gleich sieben Größen bis 4,50 Meter gebaut und er hat sich nach oben mit den Flakis ab 5 Meter Spannweite in das Neuland hinein durch immer größerer Ausführungen weitergearbeitet. In KITE &#038; friends 6/2003 berichteten wir bis zum Flaki-7,0 und dem gestreckteren Flaki mit 7,6 Meter, welche überraschend gute Flugeigenschaften aufweisen. Doch auf dem Rückweg von unserem Treffen auf Rømø für eben diese Reportage beginnen bei Günter bereits die Gedanken an einen 9-Meter-Drachen, der noch im gleichen Sommer Realität wird.</p>
<p><strong>Problemfall</strong><br />
Die beiden Großen von Günter werden durch ihre Ausnahmeerscheinung aber leider doch zu einem Problem. Nicht, dass die Konstruktion fehlerhaft oder beim Bau etwas schiefgelaufen wäre. Die größten Probleme sind der passende Wind und das Vorhandensein eines eingespielten Teams, vor allem, wenn der Drachen nach einer Landung wieder in Position gebracht werden muss. Der eigent­liche Grund, dass Ihr erst jetzt wieder etwas von Günters Größten zu lesen bekommt, liegt an meinem Wort, dass ich Günter gegeben hatte. Ich wollte dann wieder berichten, wenn 9,0er und 12,0er geflogen wurden, dass heißt, an langer Schnur und mit kontrollierten Loopings. Gleich bei der Präsentation 2005 auf Fanø sollte das doch gelingen. Doch die sonnigen Leichtwindbedingungen und unsere Ehrfurcht vor der Größe machten uns einen Strich durch die Rechnung. Die Drachen ließen sich starten und hoben gemächlich ab, doch der mäßige Winddruck reichte nicht dazu aus, dass unsere deut­lichen Lenkbefehle ein Heben der jeweiligen Flügel­hälfte bewirkt hätten. So schmierten mir beide Flakis trotz vollem Lenkeinschlag und beherzten Schritten rückwärts einfach auf die Segelspitze ab, was Günter einen Haufen 20-Millimeter-Kohlefaserschrott bescherte. Der heute 83-Jährige nahm es äußerlich gelassen. Ich kann mir aber vorstellen, dass er innerlich genauso kochte wie ich. Es war eine Wut gegen mich selbst, die noch umso größer gewesen wäre, wenn ich damals schon geahnt hätte, dass diese Fehleinschätzung in Verbindung mit meinem sturen Ehrgeiz sechs Jahre Zeit ­kosten würde.</p>
<p><strong>Alles perfekt?</strong><br />
Wir wussten also, dass mindestens drei Windstärken nötig sein würden, um die großen Flakis in der Luft lenken zu können. Vor allem bei Günter kam die Unsicherheit auf, ob es einem einzelnen Piloten mit seiner limitierten Armspanne überhaupt möglich wäre, einen Looping einzuleiten. Der ­Mindest­wind machte es noch wichtiger, dass beim Bodenpersonal jeder Handgriff sitzt. Denn wenn – wie im Juli 2009 – bei gegen vier Windstärken ­auffrischender Brise nur ein Flügelende des 12ers außer Acht gerät, ist der Crash vorprogrammiert, bevor der Drachen überhaupt in Startposition ist. Aller­­­dings hatte ich im April 2008 bereits mit dem Flaki 9,0 großes Glück. Günter hatte den Drachen bei mir an der Nordsee gelassen und ich konnte spontan die passenden Verhältnisse nutzen. Mit Helge Gosau traf ich einen versierten Lenkdrachen­piloten, der sofort Feuer und Flamme für mein Vorhaben war. So gelang der Aufbau reibungslos und nach einigen Feintrimmungen an der Waage – die jeweils einige zig Zentimeter betrugen – konnten Helge, ich und der dazugekommene Jörg Sattelmacher an 80 Meter Schnur einige Loopings drehen, bis wir alle drei – gestandene Männer, die wir sind – erschöpft, aber glücklich zur Landung ansetzen mussten.</p>
<p><strong>Umsetzen</strong><br />
Die Erfahrungen mit dem 9er hatten gezeigt, dass noch einige Dehnung in der langen Dacronwaage vorhanden zu sein schien, und so tauschte Günter diese gegen eine reckarme Dyneemaschnur aus. Damit war der 12er für einen neuen Versuch gerüstet. Eigentlich war ich mit Günter für einen Test auf der Wiese verabredet, doch leider konnte er aus gesundheitlichen Gründen diese Gelegenheit nicht wahrnehmen. Allerdings sollte ich den Drachen abholen und nach Fanø 2011 mitnehmen. Da während meines Aufenthalts auf der Nordseeinsel die Bedingungen ungünstig waren, wurde es Juli, als ich mich mit Helge Gosau am Strand von St. Peter-Ording für einen neuerlichen Versuch verabredete.</p>
<p><strong>Nach Plan</strong><br />
Der Wind schien perfekt und auch die Sonne leuchtete ebenso strahlend, wie es drei Jahre zuvor beim erfolgreichen Flug des 9ers an gleicher Stelle der Fall war. Bei bester Laune bauten wir aus scheinbar unendlich vielen gemufften Stäben den Giganten der Lenkdrachen auf. Marco Reese und Meike Müller unterstützen uns mit wichtigen Hand­­griffen und wertvollen Ratschlägen. Bevor wir den Kite an die Schnüre nahmen, spielten wir jeden Schritt an einem kleinen Modell durch, um am Boden keinesfalls eine Dummheit zu begehen. Am Startplatz wurde die Waage gecheckt, die Erfahrungen vom 9er eingebracht und ein prüfender Start an kurzen Schnüren versucht. Ja, es lief alles nach Plan! Während sich die drei um den sicheren Stand des Drachens kümmerten, legte ich die 80-Meter-Lenkschnüre aus. Ein bisschen flau war mir schon, denn ich hatte die lange Zeit im Kopf, welche wir auf diesen Moment hingefiebert hatten, aber mir war auch die Verantwortung Günter gegenüber wohl bewusst. Nicht nur, dass wir gut mit seinem „Baby“ umgehen sollten: Für eine ihm bevorstehende Operation wäre eine Erfolgsmeldung doch das Größte, was wir Drachenflieger ihm als Beistand mitgeben könnten.</p>
<p><strong>Ich zog …</strong><br />
Und tatsächlich, nachdem Helge, Marco, Meike und ich nacheinander den Daumen nach oben gerichtet haben und ich somit das Zeichen erhalte, dass der Kite startbereit ist, spanne ich alle Muskeln in meinem Körper, trete einige wenige Schritte zurück und ziehe! Noch sanfter und gleichmäßiger als mein Startimpuls ist die Redaktion des 12ers, denn er richtet sich die letzten paar Grade auf und hebt trotz seines beachtlichen Gesamtgewichts scheinbar schwerelos vom Boden ab, um souverän einer Flugbahn Richtung Zenit zu folgen. Ein völlig unerwarteter Applaus von den zufällig anwesenden Strandbesuchern gibt uns Mut und löst die Anspannung. Jeder scheint wohl verstanden zu haben, dass hier etwas Großartiges passiert. </p>
<p>Einige Bahnen quer zum Boden, bei denen der größte Wolsing-Drachen eine satte Strömung aufnimmt und jeweils am Ende eine Richtungsänderung, bei der ich entschieden mit vollem Armausschlag agieren muss, um den 12er von meinem Wunsch nach einer Drehung zu überzeugen, sorgen für Gewissheit: Die Trimmung ist in Ordnung. Also lasse ich den imposanten Flügel so hoch wie möglich nach oben steigen, was eine gefühlte Unendlichkeit dauert. Aus einer Position schräg links vom Zenit lasse ich den Flaki leicht nach rechts drehen und sobald die Nase ein wenig nach unten zeigt, lenke ich voll ein. Erst scheint alles ganz einfach, doch bei der halben Drehung legt der Zug gehörig zu und ich muss standhaft den Lenkbefehl halten, um die Drehung zu vollenden. Doch er folgt seiner Kreisbahn, steigt am Ende wieder und ja: der Looping ist vollbracht! </p>
<p><strong>Grinsen</strong><br />
Ein dickes Grinsen steht in Helges Gesicht geschrieben, der inzwischen die 80 Meter Richtung Lenkschlaufen hinter sich gebracht hat. Ich bin heilfroh über die Ablösung und Helges Miene nimmt sofort einen konzentrierten Blick an.<br />
Feierlich zelebriert er weitere, weiträumige Loopings. Natürlich haben wir sofort Ideen, wie die Waage noch optimiert werden könnte und sie scheint jetzt auch noch nicht ganz gleich abgestimmt zu sein, aber was zählt ist: Er tut es! Schnell ist auch Helge von den gewaltigen Lenkwegen geschafft, ich übernehme wieder und fliege noch einen Looping, bevor ich landen möchte. Meine Idee eines Snapstalls, der es ermöglich würde, den Kite nach einem Push-Impuls rückwärts gen Boden durchsacken zu lassen, schwindet nach zwanzig Meter, die ich ihm entgegenlaufe, wobei er aber keine Anstalten macht, abzusinken. Für das „Snap“ dieses Stalls muss man wohl ein trainierter 100-Meter-Läufer sein! Ich ändere meinen Plan, gehe rückwärts und bringe ihn mit einem erneuten Looping der Erdoberfläche näher, richte ihn am niedrigsten Punkt mit den Flügelspitzen gleichmäßig zum Boden aus und gehe langsam auf ihn zu. Die Helfer beginnen ebenfalls, Richtung Lee zu laufen – tatsächlich landet der Flaki sanft auf beiden Flügel­spitzen und wird sofort vom Team in eine „Nichtangriffsposition“ gelegt. </p>
<p>Was hat Günter da geschaffen? Es ist ein Erlebnis nahe dem Irrsinn, aber wir sind voller Adrenalin gepumpt und fühlen uns wie Helden. Wären wir in einer Märchensage, dann könnten wir uns tatsächlich feiern lassen, denn wir haben „den größten Drachen seiner Art“ bezwungen.</p>
<p><strong>Es geht weiter …</strong><br />
Gut, die beiden Großen sind erst einmal ins Winter­quartier zurückgekehrt. Doch zum Drachenfest im August sind wieder viele Drachenfreunde am Strand und spontan koppeln wir zusammen, was wir aus Wolsings „Schmiede“ dabeihaben:<br />
Fünf klassische Long Darts in aufsteigender Größe erobern die Lüfte; Thomas und Philipp Münstermann fliegen vier tolle Steikis und wir hängen einfach meinen 4,0er noch dahinter. Es ist toll, sich gemeinsam an diesen schönen Drachen zu erfreuen und wir beschließen, dass 2012 ab 4. August in der Woche vor dem Drachenfest in St. Peter-Ording wieder ein toller Termin ist, gemeinsam Long Darts, Steikis und Co. zu fliegen.</p>
<p>Text: Jens Baxmeier<br />
Fotos: Jens Baxmeier und Marco Reese</p>
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		<title>Bauanleitung &#8211; Krokodil</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 08:46:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[als <a href="http://kiteandfriends.com/files/Bauanleitung-Krokodil.zip">zip-Archiv</a> (ca. 960 kB)

<a href="http://kiteandfriends.com/files/Kroko_Druck_A4_184 Blatt.pdf">Kroko Druck A4 184 Blatt.pdf</a> (ca. 520 kB)
<a href="http://kiteandfriends.com/files/Kroko_Uebersichtsblatt_A4_Druck.pdf">Kroko Übersichtsblatt A4 Druck.pdf</a> (ca. 136 kB)
<a href="http://kiteandfriends.com/files/Krokodil_Plott_4x860x4650mm.pdf">Krokodil Plott (4x860x4650mm).pdf</a> (ca. 168 kB)
<a href="http://kiteandfriends.com/files/Uebersichtszeichnung_KROKO.pdf">Übersichtszeichnung KROKO.pdf</a> (ca. 136 kB)

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		<title>GPA-Jugend &#8220;streikte&#8221; im Oktober &#8211; Plan B</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 11:53:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Traction]]></category>

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		<description><![CDATA[Normalerweise kann den Buggy-Kids schlechtes Wetter nichts anhaben: Mit perfekter Strandausrüstung überstehen sie locker starken Wind, ein paar Regentropfen und Temperaturen um die 5 Grad Celsius. Aber mit einer Regenwahrscheinlichkeit von fast 100 Prozent an vier Tagen hatte keiner&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="wp-content/files/traction_0112/aufmacher.jpg" width="590" style="margin-top:-7px" /></p>
<p><strong>Normalerweise kann den Buggy-Kids schlechtes Wetter nichts anhaben: Mit perfekter Strandausrüstung überstehen sie locker starken Wind, ein paar Regentropfen und Temperaturen um die 5 Grad Celsius. Aber mit einer Regenwahrscheinlichkeit von fast 100 Prozent an vier Tagen hatte keiner gerechnet. Schlechte Laune gab es dennoch nicht, denn das Betreuer-Team der diesjährigen Kitebuggy-Jugendfreizeit – Patrick Paul, Thorsten Kabelitz, Andreas und Grit Scheppan – hielt immer Plan B bereit. Doch mit einem Strandspaziergang konnten sie überhaupt nicht punkten und die Kiddys streikten kräftig. </strong><span id="more-1931"></span></p>
<div id="bilder">
<p><img src="wp-content/files/traction_0112/01.jpg" alt="" /><br />
<strong>Teilnehmer (von links) Eddy, Louis, Tom, Thora, Florian, Laura, Yannick, Tjorven, Felix, Alva, Justin und Michel sowie die Betreuer Andreas, Grit, Patrick und Thorsten</strong><br />
<img src="wp-content/files/traction_0112/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>Wer viel unternimmt, darf auch mal Körper und Seele baumeln lassen</strong><br />
<img src="wp-content/files/traction_0112/03.jpg" alt="" /><br />
<strong>Beim Funrace zeigten sie ihr Können: GPA-Buggynachwuchs</strong><br />
<img src="wp-content/files/traction_0112/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>Equipment-Check bei Metropolis</strong><br />
<img src="wp-content/files/traction_0112/05.jpg" alt="" /><br />
<strong>Kiterparty: auch der Nachwuchs lässt es „im Köm“ krachen</strong><br />
<img src="wp-content/files/traction_0112/06.jpg" alt="" /><br />
<strong>Rohre biegen und Fußrasten drücken bei BBS</strong>
</div>
<p>12 Kinder aus ganz Deutschland trafen sich Mitte Oktober für eine Woche am Campus Nordsee in St. Peter-Ording. Nach kurzem Check-in, dem Beziehen von zwei Jungen- und einem Mädchen-Zimmer, ging es sofort ab zum Strand. Denn laut Wetterfrosch Horst „Hossi“ Nebbe – dem Betreiber der örtlichen Buggyfahrschule – sollte unbedingt der noch trockene Sand genutzt werden. Die Rennfahrer Justin, Tom, Louis, Yannick, Florian, Eddy und Felix nahmen die Piste in Windeseile in Beschlag und drehten ihre ersten Runden. Die Mädels Alva, Thora, Tjorven und Laura gingen es etwas ruhiger an und tasteten sich langsam ans Fahren heran. Michel und Tjorven übten fleißig für ihre Lizenzprüfung und legten diese zum Ende der Woche auch erfolgreich ab. </p>
<p><strong>Rennfieber</strong><br />
Bei 10 Grad Celsius, Windstärke 3 bis 4 und Sonne satt wurden am Montag mehrere Spaßrennen gefahren. Die Mädels bildeten das Zählerteam und lernten somit gleich die Regeln der Rennkunst kennen. Eddy und Andreas stellten das Rennleiter-Team und starteten nach offiziellen Regeln den Wettkampf. Gefahren wurden immer 20 Minuten auf einem anspruchsvollen Kurs. Damit nicht von Anfang an klar war, dass Justin und Tomy als Gewinner hervorgehen würden, mussten die versierteren Fahrer einen kleinen Umweg mit Vorwind fahren. Auch Patrick, Thorsten und Grit mischten sich unter die Rennpiloten. „Rennschnecke“ Grit konnte sich in ihrem ersten Rennen ins mittlere Fahrerfeld untermischen und war froh, dass sie nicht Letzte wurde.</p>
<p><strong>Exkursion</strong><br />
Obwohl immer alle ihr Essen aufgegessen hatten, waren die nächsten Tage verregnet. Ein Plan ohne Buggyfahren musste her, was aber in St. Peter-Ording nicht so schwierig ist. Der erste Ausflug führte die Buggy-Kids nach Handewitt. In zwei Gruppen wurden der Buggyhersteller Bernd Steffensen (BBS) und der Kiteshop Metropolis besucht.</p>
<p>Bei BBS bekamen die Youngster alle technischen Raffinessen rund um den Buggy durch den versierten Konstrukteur leicht verständlich erklärt. Dabei ging es nicht nur um die Geometrie eines Buggys, sondern auch um die Punkte Sicherheit, Material und Bereifung. Aus einem Stück Edelstahl durfte dann jeder eine Fußraste biegen. Das Metropolis-Team von Dieter Rieth und Thorsten Baasch stellte den Teilnehmern verschiedene Umlenksysteme, Trapeze, Reifen und Kites vom Einsteiger bis zum Hochleister vor. Das Schneiden von Rillen in einen Reifen war hier ein besonderes Highlight.</p>
<p><strong>Sporty</strong><br />
Damit der Sport nicht zu kurz kam, begann jeder Morgen mit einem ordentlichen Frühsport-Programm. Dann waren alle fit und munter und konnten gut gelaunt in den Tag starten. So überstanden die Kids dann auch das etwas anstrengende Ausweichprogramm deutlich gelassener. Jeder durfte in einem kurzen Referat über die verschiedenen Themen rund ums Buggyfahren berichten. „Ab in die Fluten“ hieß es dann am Nachmittag, denn die Buggyfahrschule Horst Nebbe und der Kite-Power-Shop von Hape Ulmert spendierten der Gruppe einen Besuch in der Dünen-Therme. </p>
<p><strong>War ’ne geile Zeit</strong><br />
Auch der Donnerstag bot sich immer noch nicht zum Buggyfahren an und so gab es noch einen Ausflug in das Multimar Wattforum in Tönning. Dort konnten Groß und Klein auf Entdeckungstour rund um das Wattenmeer gehen. Endlich Freitag: Nach einem zünftigen Indoor-Papierflieger-Wettbewerb in der Turnhalle, den Yannick im Weitfliegen gewann, ging es endlich noch einmal an den Strand zum Buggyfahren: bei satten 6 Beaufort und fast trockenem Strand. Die Jugendfreizeit fand dann am Abend in der in der Buggyfahrer-Szene beliebten Gaststätte „Café Köm“ ihr Ende. Der Besitzer Uwe Kirchner lud alle Kids zu Schnitzel und Burger ein, was den kulinarischen Höhepunkt der Reise bildete.</p>
<p>Text: Grit Scheppan<br />
Fotos: Patrick Paul</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Fliegende Legende &#8211; Die Wannrichs bauen 2012 einen Klassiker</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 11:45:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einleiner]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Drachen, die längst zu Legenden geworden sind. Andere hingegen sind gerade neu auf den Markt gekommen und wollen erst noch zu einer Legende werden. Und dann gibt es noch eine dritte, spannende Kategorie von Drachen: solche, die&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="wp-content/files/einleiner_0112/aufmacher.jpg" width="590" style="margin-top:-7px" /></p>
<p><strong>Es gibt Drachen, die längst zu Legenden geworden sind. Andere hingegen sind gerade neu auf den Markt gekommen und wollen erst noch zu einer Legende werden. Und dann gibt es noch eine dritte, spannende Kategorie von Drachen: solche, die zwar nagelneu sind, deren Aussehen aber an eine der genannten Legenden erinnert und so die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich ziehen. Zugegeben, unser Interesse war sofort geweckt, als ein erster Blick auf das unscheinbare Päckchen aus dem Hause Drachenmanufaktur W fiel. </strong><span id="more-1928"></span></p>
<div id="bilder">
<p><img src="wp-content/files/einleiner_0112/01.jpg" alt="" /><br />
<strong>Klassisch: Stabtasche mit Hilfe der Knopflochtechnik</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0112/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>Alle Details sind sauber und exakt ausgeführt</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0112/03.jpg" alt="" /><br />
<strong>Ein Original: So ist ein Wannrich aktuellen Baujahrs erkennbar</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0112/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>Erstklassige Optik: Hanfwaage und ausgeformtes Baumwollsegel</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0112/05.jpg" alt="" /><br />
<strong>Waage: Klassisch ausgeführt mit Hanfschnur</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0112/06.jpg" alt="" /><br />
<strong>Nach Vorbild des Rolos ist die Größe des Drachens auf dem Segel verewigt</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0112/07.jpg" alt="" /><br />
<strong>Der Spreizstab des Segels liegt konstruktionstypisch hinter dem Kielstab</strong>
</div>
<p>Die Rede ist vom Wolani, einem Drachen, der einem durchaus bekannt vorkommt, der aber dennoch neu auf dem Markt ist. Vertraut scheint der Drachen ganz gewiss durch seine Form, denn diese erinnert an den guten alten Roloplan. Dieses Gefühl der Vertrautheit verstärkt sich noch bei einem Blick auf die verwendeten Materialen. Nicht etwa Spinnaker, Kohlefaser oder anderer, neumodischer Schnickschnack wurden hier verbaut, nein, der Wolani kommt in dezent vornehmem Zwirn daher: Baumwolle und Hartholz sind hier „State of the Art“.</p>
<p><strong>Eigener Klassiker</strong><br />
Ein Blick auf das Label des Herstellers vertieft das schon vorhandene Gefühl der Bekanntschaft und erklärt zugleich Form und Materialwahl des Drachens: der Wolani stammt nämlich aus der Drachenmanufaktur W, deren kreative Köpfe Hildegard und Wolfram Wannrich für Spitzenprodukte aus deutschen Landen stehen. Nicht erst durch die Zusammenarbeit mit Werner Ahlgrim und Walter Diem beim Buchprojekt „Drachendesigner Richard Steiff“, bei dem die Autoren mit 17 in Vergessenheit geratenen Steiff-Drachen zu überraschen wussten, ist Wolfram Wannrich als profunder Kenner der Drachen Marke Steiff im ganzen Land bekannt. Repliken von Wolfram sind in der Szene auch wegen ihrer tollen Verarbeitung und ihres sehr guten Flugverhaltens geschätzt. So waren die Erwartungen recht hoch, als Wolfram auf Fanø ein Testexemplar seines neuen Drachens ankündigte.<br />
Angeregt durch den Stuttgarter Erwin Mezger, der Ende der 50er-Jahre den Mezger Roloplan, sowie den Engländer Alick Pearson, der gegen Anfang der 70er-Jahre den Pearson Roller aus dem deutschen Roloplan heraus konstruierte, hegte Wolfram Wannrich schon seit geraumer Zeit Gedanken zu einem eigenen Drachen, der alle positiven Eigenschaften des Roloplans mit einem neuen, verbesserten Design verbinden würde. So entstand beim Drachenbauer die Vorstellung eines Roloplan-Drachens mit konkaven Kanten. Hierdurch sollte das ansonsten durchaus übliche Flattern der Seiten und Unterkanten vermieden werden. 2010 erblickte dann ein erster Prototyp des Wannrich Roloplans, oder kurz des Wolanis, das Licht der Welt. Bereits bei seinem Jungfernflug auf Fanø machte der 210 auf 210 Zentimeter große Prototyp durch seine enormen Zugkräfte auf sich aufmerksam. Wolfram schätzt diese um etwa 50 Prozent höher ein als bei einem Roloplan gleicher Größe. Eigentlich sollte es bei diesem Wolani 210/2 bleiben, doch hier hatte Wolfram die Rechnung ohne seine drachenfliegenden Freunde gemacht. Denn diese wünschten sich andere Größen, und so folgten dem 210er bereits im nächsten Jahr die Modelle Wolani 150/2, 180/2, 120/2 und schließlich der 240/2. Auch ein 270/2 steht noch auf der Wunschliste von Wolfram Wannrich. </p>
<p><strong>Ausführung</strong><br />
In unserem Test: der kleine Wolani 120, der, wie es der Name in Steiff-Tradition schon verrät, über eine Spannweite und eine Bauhöhe von 120 Zentimeter verfügt. Das verwendete Baumwolltuch hat ein Gewicht von 113 Gramm, was ordentliche Haltbarkeit verspricht. Wer mag, kann diesen Drachen auch noch mit dem leichteren, 80 Gramm wiegenden Tuch bestellen. Jedoch muss hier mit einem Aufpreis von 20 Prozent gerechnet werden. Schließlich darf Leichtigkeit nicht über Haltbarkeit gehen und so sind umfangreiche und aufwändige Verstärkungsmaßnahmen beim leichten 80-Gramm-Segel vonnöten, die sich dann im Preis niederschlagen. Bei der Bestabung hält sich Wolfram Wannrich ganz an sein Vorbild von Steiff: 8-Millimeter-Ramin steckt in den Stabtaschen des Wolanis. Und auch die Verbinder sind nahe am Original: hartgelötete Messingrohre. Muss dann noch geschrieben werden, dass die Waageschnur keineswegs aus Dyneema oder Dacron ist? Nein, Wolfram betreibt die Umsetzung seines Wolanis konsequent und verwendet als Waageschnur die im klassischen Sektor allseits bekannte und beliebte Hanfschnur.</p>
<p><strong>Formvollendet</strong><br />
Vom Aufbau her ähnelt der Wolani ebenfalls seinem Urahnen Roloplan. Alle Stäbe sind komplett in Stabtaschen geführt, wobei die Spreizstäbe der Segel hinter dem Kielstab liegen und nur mittels Stoff aneinanderfixiert sind. Zudem verfügt der Wolani ebenfalls über die wunderschönen, von Steiff bekannten Stabtaschen. Hierbei werden die Taschenenden mit Verstärkungsmaterial versehen, am oberen Ende wird ein Rechteck im Knopflochstich aufgenäht und dieses dann freigeschnitten. Durch die so entstandene Öffnung kann der Stab ein- und ausgesteckt werden. Die Segelenden sind alle mit Saumband versehen. Somit kommt kein Overlock-Stich zum Einsatz, wie wir dies von Steiffs Roloplanen her gewohnt sind. Vielmehr versieht Wolfram das Saumband mit einer Kombination aus Geradeaus- und dreifachem Zickzackstich. Müßig zu schreiben, dass die Farbe des Nähgarns auf den Untergrund abgestimmt ist. Alleine die Verarbeitung des Wolanis wäre sowieso ein eigenes Kapitel wert. Das, was Wolfram Wannrich da abliefert, ist Drachenbaukunst vom Allerfeinsten, klassischer Drachenbau mit modernen Elementen in seiner höchsten Form. Oder einfach gesagt – formvollendet. Da sitzt jede Naht, alles ist passgenau und auch noch das letzte kleine Detail ist exakt so ausgeführt wie im Lehrbuch beschrieben. Drachenbau mit klassischen Materialien ist sicherlich nicht ohne. Dass aber auch in der Serienproduktion ein hochwertiges und ansprechendes Resultat zu erzielen ist, zeigt Wolfram mit seinem Wolani anschaulich. So, und nur so, hat die Verarbeitung eines Drachens mit Baumwolle und Holz auszusehen.</p>
<p><strong>Fahrstuhl</strong><br />
Nehmen wir unseren kleinen Freund unter den Arm und gehen raus auf die Wiese. Wird er den hohen Erwartungen entsprechen, die in Anbetracht der großen handwerklichen Reife entstanden sind? Wieder sind die Parallelen zum Roloplan unübersehbar. Denn der Wolani verfügt über exakt die gleiche Siebenpunkt-Waage, die wir auch aus dem Hause Steiff kennen. Dabei laufen jeweils drei Waageschnüre von den beiden Segeln sowie ein weiterer Schenkel von der unteren Spitze des Drachens auf einen gemeinsamen Aufhängepunkt. </p>
<p>Bei all den Parallelen zum Roloplan haben wir gar nicht erst alternative Startmethoden ausprobiert, sondern sind gleich zu den roloplantypischen Startvorbereitungen übergegangen – und das bedeutet Hochstart. Mit entsprechend Schnur nimmt der Wolani willig Höhe an. „Willig“ bedeutet dabei hoher Leinenwinkel bei anständigem Zugverhalten. Ja, ich wage mich zu wiederholen – roloplantypisches Flugverhalten. Leider stand während der Testphase kein Roloplan 120/2 aus dem Hause Wannrich zur Verfügung, aber subjektiv kann Wolframs Aussage, nachdem ein Wolani etwa die Hälfte mehr Zug auf die Leine bringt als ein gleich großer Roloplan, bestätigt werden. Am Flugverhalten selbst kann nichts ausgesetzt werden. Eine ordentlich eingestellte Waage vorausgesetzt steht der Drachen stabil am Himmel und lässt sich auch durch Böen nicht aus der Ruhe bringen. Und sollte einmal der Wind ein wenig nachlassen, dann geht er in einen sanften Fahrstuhl über. Aber ja – auch das kennen wir von unserem Roloplan. In diesem Moment würden wir uns dann vielleicht doch eine Waage wünschen, die einfacher auf die unterschiedlichen Windbedingungen einzustellen ist. Aber mal Hand aufs Herz – eine Kaskadenwaage aus Hanf? Oh nein, dass muss dann auch nicht sein.</p>
<p><strong>Für was?</strong><br />
Abschließend fällt ein Statement schwer, wo dieser Drachen eigentlich hingehört – an den Himmel zum Bewundern oder auf den Boden zum Bestaunen? Am Himmel macht der Wolani eine super Figur: Stabil fliegend mit ordentlich Druck auf der Leine ist sein Flugbild irgendwie altbekannt, aber doch neu. Und am Boden geht das Herz eines jeden Drachenbauers auf. Der Wolani ist Drachenbaukunst der ganz hohen Schule, perfekt verarbeitet, ein Augenschmaus. Bleibt zu hoffen, dass sich Wolfram eines Tages zu einem dreiflügeligen Wolani entschließend wird, quasi einem Sahneschnittchen/3.</p>
<p>Text und Fotos: Ralf Dietrich</p>
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		<title>Lass dich einfach treiben &#8211; Driftin&#8217;</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 11:32:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Drifter – der Name weckte bei mir von Anfang an Assoziationen: eine sommerlich-warme Abendbrise, Abendrot, Barfußgehen am Strand, sanfter Soul, Ruhe und Zufriedenheit … Ob es der neue Leichtwinddrachen aus dem Hause Wolkenstürmer schaffen würde, in dieses behagliche Bild&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112/aufmacher.jpg" width="590" style="margin-top:-7px" /></p>
<p><strong>Drifter – der Name weckte bei mir von Anfang an Assoziationen: eine sommerlich-warme Abendbrise, Abendrot, Barfußgehen am Strand, sanfter Soul, Ruhe und Zufriedenheit … Ob es der neue Leichtwinddrachen aus dem Hause Wolkenstürmer schaffen würde, in dieses behagliche Bild zu passen? Der Test wird es Euch verraten.</strong><span id="more-1925"></span></p>
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<p><img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112/01.jpg" alt="" /><br />
<strong>Black Pearl 6/2011</strong><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>Zephyros 5/2011</strong><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112/03.jpg" alt="" /><br />
<strong>Toxic 3/2011</strong><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>Auch auf der heimischen Wiese macht der Drifter eine gute Figur</strong><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112/05.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die Jacob’s Ladder verlangt nach Fingerspitzengefühl</strong><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112/06.jpg" alt="" /><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112/07.jpg" alt="" /><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112/08.jpg" alt="" /><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112/09.jpg" alt="" /><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112/10.jpg" alt="" /><br />
<strong>Spann-Ende: Die Splitnocken nehmen die Saumschnur und das Leitkanten-Spanngummi auf</strong><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112/11.jpg" alt="" /><br />
<strong>Sauber: Abgedeckte Spreizverbinder</strong><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112/12.jpg" alt="" /><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112/13.jpg" alt="" /><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112/14.jpg" alt="" /><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112/15.jpg" alt="" /><br />
<img src="wp-content/files/lenkdrachen_0112/16.jpg" alt="" />
</div>
<p><strong>Erwartungen</strong><br />
Erstmals sah ich ein Vorserienmodell des Drifter am Wolkenstürmer-Stand auf der Spielwarenmesse in meiner Heimatstadt Nürnberg. Und schon damals dachte ich, dass dies ein Kite sein könnte, mit dem jede Menge Spaß möglich wäre. Meine Erwartungen gingen aber weniger in Richtung heiße Tricks, Action und Radikalität, sondern eher, den Assoziationen folgend, in die sanften Stunden. Das lag aber weniger am Namen als an der Form des Drachens. Der Drifter erinnerte mich in seinem Shape an einen alten Liebling, den ich Ende der 90er-Jahre, als man noch echte Schwebedrachen baute, für das Drachenmagazin testen durfte: den Ozone von Prism Designs. Dieser war vom ersten Augenblick an und für viele Jahre einer meiner allerliebsten Kites, und ich besitze ihn bis heute. Er war immer ein Drachen, der dann Spaß machte, der dann ein zufriedenes Grinsen in mein Gesicht brachte, wenn nichts mehr ging und ich so richtig mies drauf war. Dann im Leichtwind Basics fliegen, den Kite gleiten lassen – und alles wurde gut. Die Latte für den Drifter war also hoch gelegt.</p>
<p><strong>Perfektes Tagesende</strong><br />
Um es gleich vorneweg zu sagen: Der Drifter und ich hatten einen tollen Start. Im August machten meine Frau Angie und ich ein paar Tage Urlaub auf Fanø und nachdem sich die Insel zunächst von ihrer rauesten, ungemütlichsten Seite gezeigt hatte, bekamen wir schließlich den ersten herrlichen Sonnentag. Zwar wehte der Wind ablandig, doch flogen wir vom frühen Nachmittag an bis uns die Füße schmerzten und die Lust auf ein kühles Feier­abendbier riesig wurde. Als wir um etwa 20 Uhr vom Strand fahren wollten, kam uns ein Auto entgegen, in dem ein alter Freund saß, den wir seit langer Zeit nicht gesehen und keinesfalls auf der Insel erwartet hatten. Also kehrt, zurück ans Meer und die Leichtwinddrachen für die Abend­brise ausgepackt. Bei mir war es der Drifter, der endlich an die Leinen wollte. Und was dann mit diesem Kite geschah, war einfach toll. </p>
<p><strong>Satt, einfach satt!</strong><br />
Bei etwa 6 Stundenkilometern Wind baute der leichte Wolkenstürmer-Drachen bereits satten Zug an den mitgelieferten Leinen auf. Zwar drehte er, wie man es von Kites für den alleruntersten Windbereich kennt, etwas nach; doch wen das stört, der kann ja die Waage einen Tick flacher trimmen. Während man mit vielen modernen SUL-Kites bei diesem Wind nur in der Windfenstermitte tricksen kann oder verdammt viel laufen muss, durchzog der Drifter bei diesem Windhauch bereits sein großes Windfenster mit souveräner Ruhe. Wie gesagt: Das Gefühl an den Leinen war satt, einfach nur satt.</p>
<p><strong>Tellerflach</strong><br />
Nach ein paar Minuten Eingewöhnungszeit an die sehr kurzen Lenkwege meisterte er saubere Ecken und enge Spins völlig zufriedenstellend. So richtig in seinem Element befand sich der Drifter, als ich erste Bauchtricks mit ihm flog. Tellerflache Axels, 540er, die nur wenige Zentimeter über dem Boden ausgeflogen wurden und Slotmachines, die sich fast nahtlos aneinanderreihten – welch ein Vergnügen! Doch natürlich wollte ich sehen, ob noch mehr machbar war – schließlich ist seit den 90er-Jahren und dem Ozone mehr als ein Jahrzehnt vergangen. Mehr Tricks, radikalere Moves sollten es sein, obwohl ich das an diesem Abend der Glückseligkeit eigentlich nicht wirklich brauchte. Doch die Neugier siegte natürlich. Dass der Drifter sich aus einem flachen Axel mühelos in den Fade ziehen ließ und dort sicher und zufrieden liegenblieb, ließ mich schon wieder strahlen. Das Feierabendbier war übrigens mittlerweile völlig vergessen. Ein Zupfer an der Leine, und der Drifter begann leicht, bereitwillig und wiederum sehr flach im Backspin zu rotieren. Yessss! Also gleich weiter! Auch die Jacob’s Ladder, die nächste Station, war absolut kein Problem. Doch Achtung: Hier verlangt der Drifter nach Gefühl. Radikales Kurbeln und Prügeln mag er ü-ber-haupt nicht. Denn erstens besitzt er ein recht weiches Gestänge, das vor allem beim Comete, den man aber im untersten Windbereich eh nicht zwingend fliegen muss, nach Langsamkeit und dosierten Zugbefehlen verlangt, und zweitens ist es für den Shape mit den tief heruntergezogenen Flügelspitzen typisch, dass man bei der Lazy Susan vorsichtig zu Werke gehen muss, um nicht die Flügelspitzen zu fangen. Yo-Yos hingegen sind, wenn man sie mit der 2-Pop-Methode einleitet, einfach und höchst kontrollierbar. Dank der Safety-Stopper ist es denn auch keine Sache, sich an Mehrfach-Yo-Yos zu versuchen.</p>
<p><strong>Und in der Normalität?</strong><br />
Merkt Ihr etwas? Der Drifter hat mir am Ende dieses ohnehin schon wunderschönen Tages einen perfekten Abend beschert. Was aber würde dieser Wolkenstürmer-Kite daheim, im fränkischen Binnenland, und bei böigem Wind leisten? Ich verrate es Euch natürlich: Mir ging es mit dem Drifter keinesfalls so wie mit manchen Weinen, die in der Sonne des Südens toll und daheim eher fad und leer schmecken. Ich fand ihn auch nach dem Urlaub, in der Normalität des Alltags, toll. Gewiss ist der Drifter kein SUL-Competition-Kite, der schnurgerade Linien zieht und perfekte Winkel an den Himmel zimmert. Er ist auch kein Freestylemonster, das mit Gewicht aufgeschwängert wurde, damit man jederzeit alle erdenklichen Tricks aus den Leinen reißen kann. Vielmehr ist er, genau wie ich es mir erhofft hatte, ein herrlicher Schwebedrachen, mit dem man verdammt viel anstellen kann. Ein Schmusedrachen für die Abendbrise, Wilson Pickett im Ohr und statt des Feierabend­bieres vielleicht ein gepflegtes Glas Rotwein. Ich liebe solche kultivierten Drachen.</p>
<p><strong>Wünsche?</strong><br />
Natürlich habe ich noch Wünsche, könnte ich mir noch Verbesserungen vorstellen, doch gingen diese stark zu Lasten des günstigen Preises. Eine untere Spreize aus konisch-gewickeltem CFK-Rohr stünde dem Drifter gewiss gut zu Gesicht und würde die Ausführung schneller Trickfolgen erleichtern. Aber braucht er das wirklich? Ich denke, dass man diese Tuningmaßnahme leicht selbst durchführen kann, doch ich werde meinen Kite so belassen, wie er ist.</p>
<p><strong>Verarbeitung</strong><br />
Jetzt habe ich so viel geschwärmt, dass die Verarbeitung einmal etwas knapper behandelt werden muss. Alle Näharbeiten am Icarex-Segel sind tadellos ausgeführt, die Stäbe sind sauber entgratet, die Verbinder gestoppt. Lediglich bei den Stand-Offs hat man, da man jedes Gramm Gewicht sparen wollte, auf Endkappen verzichtet. Übrigens: Auch hier werde ich nicht „nachbessern“. Was mich sehr freut, ist, dass die aus Lkw-Plane bestehende Nase des Drifter perfekt und glatt mit den Leitkanten­taschen abschließen, die aus Spinnakernylon faltenfrei mit dem Segel vernäht sind. Abgedeckte Leitkantenverbinder, Safety-Stopper … um es auf den Punkt zu bringen: Der Drifter ist prima verarbeitet.</p>
<p><strong>Chillen</strong><br />
Der Drifter ist ein Kite für die sanften, geruh­samen, verträumten Stunden im Leben. Kein ­hektisches Geprügle, keine knallharten Ecken – nur sanfte Befehle, die direkt umgesetzt werden, ultra-flache Bauchtricks und das totale Chillen. Der perfekte Kite nach einem harten, anstrengenden Tag im Job oder der herrliche Ausklang eines ­tollen Urlaubstags.</p>
<p>Text und Fotos: Paul May</p>
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		<title>Ausgabe 01/2012</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 11:19:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<title>Inhalt 01/2012</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 11:18:31 +0000</pubDate>
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		<title>SNOWKITE &amp; friends: Snowkiten in Utah, USA</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 17:05:29 +0000</pubDate>
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		<title>Drachenfest Münsingen-Dottingen</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 11:16:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Drachenfest für Einleiner und Lenkdrachen mit Bonbonfähre und Nachtflugshow. Internet: <a href="http://www.drachenfest-dottingen.de.tl">www.drachenfest-dottingen.de.tl</a>
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