Feuer- und Wetterteufel – Ausflug zum Kamen-Kite 2010
von Redaktion • 16.8.2010 • Kategorie: Einleiner • KITE & friends bestellen!
Ende Mai fand im Kamener Ortsteil Heeren das 23. Internationale Drachenfestival statt. Organisiert wurde es wie immer von Uwe Gryzbek und Ursula Bebko. Die Örtlichkeit ist perfekt für ein Drachenfest, denn es wird ein kompletter Segelflugplatz benutzt. Und mit komplett ist auch die Größe gemeint, sodass alle Facetten des Drachensports ihr Zuhause fanden. So waren Flugfelder für Ein- und Zweileiner vorhanden, aber genauso hatten die Kitelandboarder einen eigenen Platz. Am Rand waren schöne Windspielgärten aufgebaut, und nicht zu vergessen das Fahnen- und Bannermeer der Teilnehmer.

Zuschaueransturm: Die Leute wollten Drachen sehen!

Bei „Kites on Fire“ knisterte die Luft
Recht gute Bedingungen luden am Samstag dazu ein, Drachen an den Himmel zu bringen. Auch wenn der Wind mitunter etwas desorientiert wirkte, konnte man mit den Bedingungen insgesamt zufrieden sein. Beachtenswert war die Vielzahl der Stabdrachen im Einleiner-Bereich. Beispielsweise wurden die Ergebnisse eines „Heksebeest-Workshops“ gezeigt. Das „Heksebeest“ ist eine vielfach in Nordrhein-Westfalen anzutreffende Drachenart, die ihren Ursprung in den Niederlanden hat. So konnte man in Kamen einen ganzen Schwarm dieses Drachentyps bestaunen. Auch eroberten viele Hata Dakos der Drachenfreunde Münster den Himmel, die im Design aus vier Puzzleteilen in einem Workshop gefertigt worden waren. Natürlich wurde etwas
für die Kinder geboten: Nachmittags ging die
Drachenfähre in Betrieb und ließ nicht nur Süßigkeiten herabregnen – nein, auch Stofftiere lernten das Fliegen.
Am Samstagabend war die Gruppe „Kites on Fire“ mit Feuerwerk und mystischer Musik auf dem
Feld zugange. Die Jungs hatten eine Vielzahl an Drachen mitgebracht, die sie im Takt zur Musik flogen, um immer wieder neue Effekte zu erzeugen. Danach sollte dann das Trommelfeuerwerk den Abschluss bilden. Diese tolle Kombination aus Trommelmusik und dem passend gezündeten Feuerwerk war wirklich eine sehens- und hörenswerte Einlage. Leider kam kurz vor der Nachtshow die Warnung vor einer Schlechtwetterfront, die sich wenige Minuten später auch mit leichtem Regen einstellte. Dies führte zu einem verkürzten Drachenprogramm.
Der Sonntag war dann von den Bedingungen her nicht mehr so prickelnd. Es war schlechtes Wetter, teilweise sogar mit Sturmböen gemeldet und die Piloten mussten ihr Material sichern. Damit war das Drachenfest aber noch nicht vorbei; lediglich die Größe der Drachen verringerte sich. Später wurde es dann dennoch ungemütlich, und der einsetzende Regen sowie die Gewitterfont ließen die Drachenflieger nach und nach aufbrechen. Trotzdem war Kamen eine Reise wert: nette Menschen, tolle Drachen, ein perfektes Gelände, und das Drumherum auf dem Fest war wirklich top organisiert. Nicht zu vergessen die Verpflegung der Drachenflieger, die mit einer leckeren Speisekarte auftrumpfen konnte.
Text: Christoph Schäfer
Fotos: Tanja Schäfer
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