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	<title>KITE &#38; friends &#187; Einleiner</title>
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	<description>Kites und Friends – Zeitschrift für Kites, Buggys, Matten, Szene, News und Test</description>
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		<title>Kite Happening! Neujahr in Nieuwpoort 2012</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 13:35:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einleiner]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Einige zum Neujahrsfliegen auf die heimische Wiese einladen, sind ein paar Andere hunderte von Kilometern gefahren, um am Strand den Beginn des Drachenjahrs zu feiern. Auch in diesem Jahr hatten sich wieder über 150 Drachenflieger im belgischen Nieuwpoort&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="wp-content/files/einleiner_0312/aufmacher.jpg" width="590" style="margin-top:-7px" /></p>
<p><strong>Wenn Einige zum Neujahrsfliegen auf die heimische Wiese einladen, sind ein paar Andere hunderte von Kilometern gefahren, um am Strand den Beginn des Drachenjahrs zu feiern. Auch in diesem Jahr hatten sich wieder über 150 Drachenflieger im belgischen Nieuwpoort getroffen, um ein Wochenende unter Drachenfreunden zu verbringen.</strong><span id="more-1990"></span></p>
<div id="bilder">
<p><img src="wp-content/files/einleiner_0312/01.jpg" alt="" /><br />
<strong>Hielt dem Wind stand: Schneeflocke aus Rettungsdecken-Folie</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0312/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>Sehenswerte Neuschöpfung: Dirk Krügers Kamele</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0312/03.jpg" alt="" /><br />
<strong>Bunt war es zum Jahresbeginn in Nieuwpoort</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0312/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die Teams Air-4-CE und Team4Fun zeigten Faszination am Himmel</strong>
</div>
<p>Dabei waren auch etwa 30 deutsche Drachenflieger aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und dem Saarland, und sie machten den Strand und die Promenade an zwei Tagen bunt. Die restlichen Drachenflieger kamen aus England, Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden und natürlich auch aus Belgien. Freitags war der Anreisetag, die meisten Flieger waren bis zum frühen Abend im Hotel angekommen und man verbrachte noch ein paar gemütliche Stunden an der Bar. Der Samstag begann dann – wie im letzten Jahr auch – sehr stürmisch. Es gab kaum Regen, dafür aber sehr starken Wind und Wolken. Einige Unerschrockene, zumeist Deutsche, fanden schon am frühen Vormittag den Weg an den Strand und ließen trotz hochfliegenden Sands ihre Drachen in den Himmel. Vorwiegend waren dies allerdings kleinere Exemplare, denen der Wind wenig anhaben konnte.</p>
<p><strong>Opening</strong><br />
Gegen Mittag gab es dann im Hotel die Begrüßung durch den Organisator Michel Chantren, mit ein paar netten Worten und einem vom Tourismusbüro gesponserten Mittagessen. Danach ging es wieder zum Strand, die Bedingungen waren nicht wirklich besser geworden, dafür waren aber mehr Drachenflieger vor Ort. Gegen 17 Uhr wurde auch schon wieder Schluss gemacht, da dann das gemütliche Beisammensein aller Drachenfreunde im Restaurant des Hotels anstand. Kurzweilige Unterhaltung, Showeinlagen und viel Spaß standen in den folgenden Stunden auf dem Programm, bevor man den Tag noch in der Bar oder in den Privatzimmern ausklingen ließ.</p>
<p><strong>Perfekt</strong><br />
Der Sonntag begann zunächst recht gut, zwar immer noch kalt, dafür aber mit mehr Sonne und etwas gemäßigtem Wind. Das quittierten die Drachenflieger sofort mit offenen Taschen, und so wurden Strand und Himmel mit Drachen gefüllt. Das deutsche Vierleiner-Team Team4Fun und das niederländische Team Air-4-CE zeigten eine Vorführung nach der anderen, teilweise zusammen und teilweise einzeln. Es ist immer wieder schön zu sehen, welche Figuren die Jungs und Mädels so an den Himmel zaubern können. Aber auch bei den stablosen Drachen waren wieder ein paar tolle Exemplare zu bestaunen. Dirk Krüger aus Barntrup hatte seine über den Winter entstandenen Kamele dabei und zeigte sie erstmals in der Öffentlichkeit. Kaum waren die beiden Tiere am Himmel, wurden auch schon die Kameras gezückt und die Kamele avancierten zum meistfotografierten Objekt am Strand. KITE &#038; friends-Autor Bernhard Dingwerth schmückte, passend zum kurz zuvor im Heft erschienenen Bauplan, den Strand mit gleich fünf Krokodilen. </p>
<p>Doch nicht nur die Luft war bunt und vollgehängt, auch der Strand selbst und die Dünen wurden mit allerlei Windspielen ausstaffiert. Von beiden Seiten konnte man so Stunden damit zubringen, immer neue Sachen zu entdecken. Bei den Stabdrachen waren nur ein paar wenige Exemplare vertreten, da der Wind dafür wirklich zu stark war; herausstechend waren hier ein kleiner Leuchtturm, der munter im Wind tanzte, und eine Schneeflocke aus Rettungsdecken-Folie, welche den ganzen Tag am Himmel blieben. Gegen Nachmittag wurde dann der Wind stetig besser und es kamen immer mehr und immer größere Drachen an den Himmel. Leider war es da für einige Drachen­flieger schon wieder an der Zeit, die Heimreise anzutreten.</p>
<p>Text und Fotos: Christoph Schäfer</p>
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		</item>
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		<title>Drachenwerkstatt &#8211; Wie am Schnürchen?</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 13:01:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einleiner]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer wieder erreichen uns in der Redaktion Anfragen, wie man denn am besten mit seinen Drachen auf Reisen geht. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, heute nochmals darauf einzugehen, wobei es diesmal in erster Linie um das&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="wp-content/files/einleiner_0212/aufmacher.jpg" width="590" style="margin-top:-7px" /></p>
<p><strong>Immer wieder erreichen uns in der Redaktion Anfragen, wie man denn am besten mit seinen Drachen auf Reisen geht. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, heute nochmals darauf einzugehen, wobei es diesmal in erster Linie um das Thema Flugreisen geht. Aber auch Drachenfreunde, denen Kästen voller Drachenspulen einfach zu viel Platz im heimischen Auto wegnehmen, oder die zu Fuß oder mit dem Zweirad zum Fliegen gehen, werden an dieser Stelle auf ihre Kosten kommen.</strong><span id="more-1962"></span></p>
<div id="bilder">
<p><img src="wp-content/files/einleiner_0212/01.jpg" alt="" /><br />
<strong>So sieht die fertige Schnurtasche aus</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0212/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>Das Rechteck mit den beiden Säumen und dem Tunnel</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0212/03.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die oberen Enden werden auf etwa 7 Zentimeter gesäumt</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0212/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>So sieht der Tunnel am oberen Ende aus</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0212/05.jpg" alt="" /><br />
<strong>Am oberen Ende zeigt die Lasche nach innen</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0212/06.jpg" alt="" /><br />
<strong>Am unteren Ende zeigt die Lasche nach außen</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0212/07.jpg" alt="" /><br />
<strong>In den Tunnel wird eine Schnur eingezogen</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0212/08.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die fertige Tasche</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0212/09.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die Drachenschnur muss unbedingt mit der Lasche im Inneren der Tasche verbunden werden</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0212/10.jpg" alt="" /><br />
<strong>Nein, kein Schnursalat</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0212/11.jpg" alt="" /><br />
<strong>Das Leinenende wird mit der Lasche an der Außenseite der Tasche verknotet</strong>
</div>
<p>Flugreisen stellen immer wieder eine logistische Herausforderung für einen jeden Drachenflieger dar. Die kostbaren Stücke wollen gut verpackt sein, und hat man dann die Drachen zu aller Zufriedenheit in der Reisetasche verstaut, erntet man am Ende ein skeptisches Stirnrunzeln von der Dame oder dem Herrn hinter dem Check-in-Schalter. Ja, im Eifer des Gefechtes hat man nicht auf die zulässige Gesamttonnage seiner Fracht geachtet und ist über das Gewichtslimit der Airline hinausgegangen. Neben Kerosin-, Sperrgut- und Sportgepäck-Aufschlag wird nun auch noch ein Gewichtsaufschlag fällig. Um solch üble Überraschungen in Zukunft zu vermeiden, sollte der reisende Drachenfreund schon beim Packen auf alles überflüssige Gewicht verzichten. Ein Gewichtssünder, den wir immer wieder gerne übersehen, sind die Drachenleinen, und damit einhergehend die Drachenspulen, die wir auf diverse Drachenfeste mitnehmen. Zugegeben, die Drachenschnur gehört zu den Dingen, die ein Drachenflieger gewiss nicht entbehren kann. Aber was ist mit der Spule, auf welche die Schnur aufgewickelt ist? Selbst Plastikspulen bringen schon ein gewisses Gewicht mit auf die Waage – von Spulen aus Metall oder Holz einmal ganz zu schweigen. Wie wäre es also, wenn die Spule durch etwas anderes, Leichteres ersetzt wird?</p>
<p><strong>Gibt’s nicht? Gibt’s doch! </strong><br />
Die Schnur kann ebenso gut, wenn nicht noch besser, in einem kleinen Säckchen aus Spinnaker verstaut werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: überflüssiges Gewicht wird eingespart und insgesamt weniger Platz benötigt. Viele Drachenfreunde scheuen den Einsatz dieser Schnurtaschen, weil sie befürchten, dass sich ihre kostbare Drachenleine in einen nicht-lösbaren Knoten verwandelt. Doch diese Sorge ist unbegründet, wenn man stets zwei, drei Regeln beachtet, die nicht gebrochen werden dürfen:</p>
<p>1. Die Schnur muss im Inneren der Tasche angebunden sein.<br />
2. Die Hand des Drachenfreundes hat unter keinen Umständen etwas in der Tasche verloren, weder beim „Aufwickeln“ noch beim „Abwickeln“.<br />
3. Das Ende der Schnur muss an der Außenseite der Schnurtasche fixiert werden und darf auf keinen Fall ins Innere der Tasche gelangen.</p>
<p>So gewappnet entsteht garantiert kein Schnursalat – versprochen! Auch der Transport auf Flugreisen und im Auto ist kein Problem – solange die Grundregeln beachtet werden.</p>
<p><strong>Selbstbau</strong><br />
Und so wird solche eine Wundertasche gebaut: Aus einem beliebigen Stück Stoff wird ein Rechteck ausgeschnitten. In unserem Fall misst dieses Rechteck 40 auf 25 Zentimeter. Dabei stellen die 25 Zentimeter die spätere Höhe der Tasche dar, während die 40 Zentimeter deren Umfang repräsentieren. Die Größe des Stoffes richtet sich nach dem benötigten Platz – je dicker und je länger die Schnur ist, desto größer muss die Tasche ­ausfallen. Bei der Wahl des Stoffes sollte darauf geachtet ­werden, dass dieser möglichst leicht und glatt ist.</p>
<p>Legen wir das Rechteck nun so aus, dass die lange Seite direkt vor uns liegt und die kurze Seite von uns weg zeigt – Querformat würde ein Fotograf wohl dazu sagen. In einem ersten Arbeitsschritt wird ein ca. 7 Zentimeter langer Saum rechts und links oben angebracht. Anschließend wird die 40 Zentimeter lange Seite an den beiden Säumen auf voller Länge umgelegt und vernäht. Hierbei sollte ein ca. 2 Zentimeter breiter Tunnel entstanden sein. Zu beachten ist hierbei, dass die Tunnelrückseite auf der gleichen Seite zu liegen kommt wie die beiden Säume an der Außenkante. Im nächsten Arbeitsschritt wird das Rechteck einmal in der Mitte gefaltet, sodass eine 20 auf 25 Zentimeter messende Tasche entsteht. Beginnend am unteren Ende wird nun in einem L in Richtung oberer Tunnel genäht. Wiederum gilt es zwei Dinge zu beachten: beim kurzen, 20 Zentimeter messenden Abschnitt des Ls wird eine Lasche eingenäht, die nach außen zeigt. Das heißt, die Lasche mit dem geschlossenen Ende ist sichtbar. Beim späteren Umkrempeln der Tasche auf rechts wird diese Lasche innen liegen und den Schnuranfang in der Tasche fixieren. Beim längeren, 25 Zentimeter messenden, Abschnitt des Ls wird am oberen Ende ebenfalls eine Lasche eingenäht. Diese weist jedoch nach innen, das heißt, der Laschenkopf ist nicht sichtbar. Beim späteren Umkrempeln der Tasche wird diese Lasche außen liegen und das Schnurende aufnehmen. Zu beachten ist ferner, dass der obere Tunnel nicht wieder durch die neuerliche Naht geschlossen wird. Nunmehr kann die Tasche auf rechts gedreht werden und man führt in den Tunnel eine umlaufende Schnur ein. Besagte Schnur wird mit sich selbst verknotet; sie dient zum Schließen der Tasche. </p>
<p>Abschließend wird der Anfang der Drachenleine an der nunmehr innen liegenden Lasche der Tasche befestigt. Die Tasche wird mit der linken Hand gehalten, die Drachenschnur mit der rechten Hand in die Tasche eingeführt. Dabei sollte die Schnur lose in die Tasche fallen und nochmals: Die Hand hat IN der Tasche nichts verloren! Ist die gesamte Schnur in der Tasche, wird diese geschlossen und das Leinenende an der außen liegenden Lasche befestigt. Wir sind somit reiseklar!</p>
<p>Text und Fotos: Ralf Dietrich</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Fliegende Legende &#8211; Die Wannrichs bauen 2012 einen Klassiker</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 11:45:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einleiner]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Drachen, die längst zu Legenden geworden sind. Andere hingegen sind gerade neu auf den Markt gekommen und wollen erst noch zu einer Legende werden. Und dann gibt es noch eine dritte, spannende Kategorie von Drachen: solche, die&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="wp-content/files/einleiner_0112/aufmacher.jpg" width="590" style="margin-top:-7px" /></p>
<p><strong>Es gibt Drachen, die längst zu Legenden geworden sind. Andere hingegen sind gerade neu auf den Markt gekommen und wollen erst noch zu einer Legende werden. Und dann gibt es noch eine dritte, spannende Kategorie von Drachen: solche, die zwar nagelneu sind, deren Aussehen aber an eine der genannten Legenden erinnert und so die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich ziehen. Zugegeben, unser Interesse war sofort geweckt, als ein erster Blick auf das unscheinbare Päckchen aus dem Hause Drachenmanufaktur W fiel. </strong><span id="more-1928"></span></p>
<div id="bilder">
<p><img src="wp-content/files/einleiner_0112/01.jpg" alt="" /><br />
<strong>Klassisch: Stabtasche mit Hilfe der Knopflochtechnik</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0112/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>Alle Details sind sauber und exakt ausgeführt</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0112/03.jpg" alt="" /><br />
<strong>Ein Original: So ist ein Wannrich aktuellen Baujahrs erkennbar</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0112/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>Erstklassige Optik: Hanfwaage und ausgeformtes Baumwollsegel</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0112/05.jpg" alt="" /><br />
<strong>Waage: Klassisch ausgeführt mit Hanfschnur</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0112/06.jpg" alt="" /><br />
<strong>Nach Vorbild des Rolos ist die Größe des Drachens auf dem Segel verewigt</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0112/07.jpg" alt="" /><br />
<strong>Der Spreizstab des Segels liegt konstruktionstypisch hinter dem Kielstab</strong>
</div>
<p>Die Rede ist vom Wolani, einem Drachen, der einem durchaus bekannt vorkommt, der aber dennoch neu auf dem Markt ist. Vertraut scheint der Drachen ganz gewiss durch seine Form, denn diese erinnert an den guten alten Roloplan. Dieses Gefühl der Vertrautheit verstärkt sich noch bei einem Blick auf die verwendeten Materialen. Nicht etwa Spinnaker, Kohlefaser oder anderer, neumodischer Schnickschnack wurden hier verbaut, nein, der Wolani kommt in dezent vornehmem Zwirn daher: Baumwolle und Hartholz sind hier „State of the Art“.</p>
<p><strong>Eigener Klassiker</strong><br />
Ein Blick auf das Label des Herstellers vertieft das schon vorhandene Gefühl der Bekanntschaft und erklärt zugleich Form und Materialwahl des Drachens: der Wolani stammt nämlich aus der Drachenmanufaktur W, deren kreative Köpfe Hildegard und Wolfram Wannrich für Spitzenprodukte aus deutschen Landen stehen. Nicht erst durch die Zusammenarbeit mit Werner Ahlgrim und Walter Diem beim Buchprojekt „Drachendesigner Richard Steiff“, bei dem die Autoren mit 17 in Vergessenheit geratenen Steiff-Drachen zu überraschen wussten, ist Wolfram Wannrich als profunder Kenner der Drachen Marke Steiff im ganzen Land bekannt. Repliken von Wolfram sind in der Szene auch wegen ihrer tollen Verarbeitung und ihres sehr guten Flugverhaltens geschätzt. So waren die Erwartungen recht hoch, als Wolfram auf Fanø ein Testexemplar seines neuen Drachens ankündigte.<br />
Angeregt durch den Stuttgarter Erwin Mezger, der Ende der 50er-Jahre den Mezger Roloplan, sowie den Engländer Alick Pearson, der gegen Anfang der 70er-Jahre den Pearson Roller aus dem deutschen Roloplan heraus konstruierte, hegte Wolfram Wannrich schon seit geraumer Zeit Gedanken zu einem eigenen Drachen, der alle positiven Eigenschaften des Roloplans mit einem neuen, verbesserten Design verbinden würde. So entstand beim Drachenbauer die Vorstellung eines Roloplan-Drachens mit konkaven Kanten. Hierdurch sollte das ansonsten durchaus übliche Flattern der Seiten und Unterkanten vermieden werden. 2010 erblickte dann ein erster Prototyp des Wannrich Roloplans, oder kurz des Wolanis, das Licht der Welt. Bereits bei seinem Jungfernflug auf Fanø machte der 210 auf 210 Zentimeter große Prototyp durch seine enormen Zugkräfte auf sich aufmerksam. Wolfram schätzt diese um etwa 50 Prozent höher ein als bei einem Roloplan gleicher Größe. Eigentlich sollte es bei diesem Wolani 210/2 bleiben, doch hier hatte Wolfram die Rechnung ohne seine drachenfliegenden Freunde gemacht. Denn diese wünschten sich andere Größen, und so folgten dem 210er bereits im nächsten Jahr die Modelle Wolani 150/2, 180/2, 120/2 und schließlich der 240/2. Auch ein 270/2 steht noch auf der Wunschliste von Wolfram Wannrich. </p>
<p><strong>Ausführung</strong><br />
In unserem Test: der kleine Wolani 120, der, wie es der Name in Steiff-Tradition schon verrät, über eine Spannweite und eine Bauhöhe von 120 Zentimeter verfügt. Das verwendete Baumwolltuch hat ein Gewicht von 113 Gramm, was ordentliche Haltbarkeit verspricht. Wer mag, kann diesen Drachen auch noch mit dem leichteren, 80 Gramm wiegenden Tuch bestellen. Jedoch muss hier mit einem Aufpreis von 20 Prozent gerechnet werden. Schließlich darf Leichtigkeit nicht über Haltbarkeit gehen und so sind umfangreiche und aufwändige Verstärkungsmaßnahmen beim leichten 80-Gramm-Segel vonnöten, die sich dann im Preis niederschlagen. Bei der Bestabung hält sich Wolfram Wannrich ganz an sein Vorbild von Steiff: 8-Millimeter-Ramin steckt in den Stabtaschen des Wolanis. Und auch die Verbinder sind nahe am Original: hartgelötete Messingrohre. Muss dann noch geschrieben werden, dass die Waageschnur keineswegs aus Dyneema oder Dacron ist? Nein, Wolfram betreibt die Umsetzung seines Wolanis konsequent und verwendet als Waageschnur die im klassischen Sektor allseits bekannte und beliebte Hanfschnur.</p>
<p><strong>Formvollendet</strong><br />
Vom Aufbau her ähnelt der Wolani ebenfalls seinem Urahnen Roloplan. Alle Stäbe sind komplett in Stabtaschen geführt, wobei die Spreizstäbe der Segel hinter dem Kielstab liegen und nur mittels Stoff aneinanderfixiert sind. Zudem verfügt der Wolani ebenfalls über die wunderschönen, von Steiff bekannten Stabtaschen. Hierbei werden die Taschenenden mit Verstärkungsmaterial versehen, am oberen Ende wird ein Rechteck im Knopflochstich aufgenäht und dieses dann freigeschnitten. Durch die so entstandene Öffnung kann der Stab ein- und ausgesteckt werden. Die Segelenden sind alle mit Saumband versehen. Somit kommt kein Overlock-Stich zum Einsatz, wie wir dies von Steiffs Roloplanen her gewohnt sind. Vielmehr versieht Wolfram das Saumband mit einer Kombination aus Geradeaus- und dreifachem Zickzackstich. Müßig zu schreiben, dass die Farbe des Nähgarns auf den Untergrund abgestimmt ist. Alleine die Verarbeitung des Wolanis wäre sowieso ein eigenes Kapitel wert. Das, was Wolfram Wannrich da abliefert, ist Drachenbaukunst vom Allerfeinsten, klassischer Drachenbau mit modernen Elementen in seiner höchsten Form. Oder einfach gesagt – formvollendet. Da sitzt jede Naht, alles ist passgenau und auch noch das letzte kleine Detail ist exakt so ausgeführt wie im Lehrbuch beschrieben. Drachenbau mit klassischen Materialien ist sicherlich nicht ohne. Dass aber auch in der Serienproduktion ein hochwertiges und ansprechendes Resultat zu erzielen ist, zeigt Wolfram mit seinem Wolani anschaulich. So, und nur so, hat die Verarbeitung eines Drachens mit Baumwolle und Holz auszusehen.</p>
<p><strong>Fahrstuhl</strong><br />
Nehmen wir unseren kleinen Freund unter den Arm und gehen raus auf die Wiese. Wird er den hohen Erwartungen entsprechen, die in Anbetracht der großen handwerklichen Reife entstanden sind? Wieder sind die Parallelen zum Roloplan unübersehbar. Denn der Wolani verfügt über exakt die gleiche Siebenpunkt-Waage, die wir auch aus dem Hause Steiff kennen. Dabei laufen jeweils drei Waageschnüre von den beiden Segeln sowie ein weiterer Schenkel von der unteren Spitze des Drachens auf einen gemeinsamen Aufhängepunkt. </p>
<p>Bei all den Parallelen zum Roloplan haben wir gar nicht erst alternative Startmethoden ausprobiert, sondern sind gleich zu den roloplantypischen Startvorbereitungen übergegangen – und das bedeutet Hochstart. Mit entsprechend Schnur nimmt der Wolani willig Höhe an. „Willig“ bedeutet dabei hoher Leinenwinkel bei anständigem Zugverhalten. Ja, ich wage mich zu wiederholen – roloplantypisches Flugverhalten. Leider stand während der Testphase kein Roloplan 120/2 aus dem Hause Wannrich zur Verfügung, aber subjektiv kann Wolframs Aussage, nachdem ein Wolani etwa die Hälfte mehr Zug auf die Leine bringt als ein gleich großer Roloplan, bestätigt werden. Am Flugverhalten selbst kann nichts ausgesetzt werden. Eine ordentlich eingestellte Waage vorausgesetzt steht der Drachen stabil am Himmel und lässt sich auch durch Böen nicht aus der Ruhe bringen. Und sollte einmal der Wind ein wenig nachlassen, dann geht er in einen sanften Fahrstuhl über. Aber ja – auch das kennen wir von unserem Roloplan. In diesem Moment würden wir uns dann vielleicht doch eine Waage wünschen, die einfacher auf die unterschiedlichen Windbedingungen einzustellen ist. Aber mal Hand aufs Herz – eine Kaskadenwaage aus Hanf? Oh nein, dass muss dann auch nicht sein.</p>
<p><strong>Für was?</strong><br />
Abschließend fällt ein Statement schwer, wo dieser Drachen eigentlich hingehört – an den Himmel zum Bewundern oder auf den Boden zum Bestaunen? Am Himmel macht der Wolani eine super Figur: Stabil fliegend mit ordentlich Druck auf der Leine ist sein Flugbild irgendwie altbekannt, aber doch neu. Und am Boden geht das Herz eines jeden Drachenbauers auf. Der Wolani ist Drachenbaukunst der ganz hohen Schule, perfekt verarbeitet, ein Augenschmaus. Bleibt zu hoffen, dass sich Wolfram eines Tages zu einem dreiflügeligen Wolani entschließend wird, quasi einem Sahneschnittchen/3.</p>
<p>Text und Fotos: Ralf Dietrich</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Reisebericht zu den Drachenfesten im südlichen Kanada</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 06:57:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einleiner]]></category>

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		<description><![CDATA[Im letzten Herbst erreichte Rolf Zimmermann eine ­Drachenfesteinladung nach Kanada für Juni 2011. Die Einladung galt für 4 Personen, und da keiner von uns schon einmal dort gewesen war, sagten wir zu, ohne lange zu überlegen. Einziger Wermutstropfen: der&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="wp-content/files/einleiner_0611/aufmacher.jpg" width="590" style="margin-top:-7px" /></p>
<p><strong>Im letzten Herbst erreichte Rolf Zimmermann eine ­Drachenfesteinladung nach Kanada für Juni 2011. Die Einladung galt für 4 Personen, und da keiner von uns schon einmal dort gewesen war, sagten wir zu, ohne lange zu überlegen. Einziger Wermutstropfen: der Termin lag gleichzeitig mit dem Drachen­meeting auf Fanø. </strong></p>
<div id="bilder">
<p><img src="wp-content/files/einleiner_0611/01.jpg" alt="" /><br />
<strong>Kreationen zum Verlieben von Jacques Letourneau</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0611/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>Nicht nur die Niagarafälle sorgen für bleibende Eindrücke</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0611/03.jpg" alt="" /><br />
<strong>Hier bei Saint-Honoré lässt sich Kanada pur genießen</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0611/04.jpg" alt="" /><br />
<strong> Toronto von oben ist eindrucksvoll</strong>
</div>
<p>Die Vorfreude auf die Reise ist groß und so können wir es kaum erwarten, als es endlich mit etwa 190 Kilogramm Gepäck – der Großteil davon sind Drachen – in Richtung Frankfurter Flughafen losgeht. Nach sieben Stunden Flugzeit landen wir planmäßig per Direktflug in Montreal und jedes unserer acht Gepäckstücke hat zum Glück ebenfalls seinen Zielort erreicht. Als wir mit dem gemieteten Leihwagen abfahren, ist mein erster Eindruck: hier ist nicht nur das Land größer, sondern auch die Häuser, Autos, Einkaufszentren – eben alles hat eine andere Dimension. Sobald wir vor dem Hotel stehen, sind wir mitten im Formel-1-Zirkus, denn an diesem Wochenende findet der Große Preis von Montreal statt. </p>
<p><strong>Rundreise</strong><br />
Das Drachenfest in Tohu beginnt mit einer Information über das ungewöhnliche Flugfeld: eine ehemalige Mülldeponie, die heute mit neuester Technologie zur Energiegewinnung genutzt wird und etwa 4.000 Haushalte mit Strom versorgt. Leider spielt das Wetter nicht mit und somit ist das Drachenfliegen nur am Samstag für ein paar Stunden möglich. Nach Besichtigung der berühmten Montrealer Altstadt packen wir unsere Sachen, um weiter nach Saint-Honoré zu reisen. Auf dem Weg erleben wir die Weite des Landes: kilometerlange, breite Straßen mit Wohnmobilen, die so lang sind wie bei uns Busse, endlose Wälder sowie kleine und große Seen – eine wunderschöne Landschaft. Nach der freudigen Begrüßung durch Organisatorin Brigitte Bussières checken wir in unserer Bed-&#038;-Breakfast-Pension ein. Ausgeschlafen und gut gelaunt während eines tollen, reichhaltigen Frühstücks sehen wir erst, an welchem Fleckchen Paradies wir hier sind. Keine 10 Meter vom Frühstückstisch schauen wir auf einen See, in dem ein Steg mit Tretboot und Kanu liegen. Das lädt doch sogleich zum Schwimmen und Bootfahren ein! </p>
<p>Das Drachenfest am Wochenende auf einem Teil des Flughafengeländes wird ebenfalls ein voller Erfolg. Wir lernen viele Drachenflieger kennen, die man sonst nur von Facebook kennt, führen interessante Gespräche und als am Montagmorgen das Auto gepackt wird, geht auch mein neu erstandener Eddy von Jacques Letourneau mit auf die Reise. Unser nächster Gastgeber ist Gray Mark in ­Oakville, einem Vorort von Toronto. Bei ihm verbringen wir unsere restlichen Tage und seine Toronto-Entdeckungstour mit Besuch des CN-Towers (Aussicht aus 356 Meter Höhe) ist beeindruckend. Auch die Niagarafälle stehen natürlich auf dem Programm; sie sind wirklich überwältigend. Nach tollen Abenden bei Gray und seiner Familie und vielen Essen in uns unbekannten Restaurants freuen wir uns schon auf Saskatschewan, um das dortige Windscape-Kitefestival zu besuchen. Mit wunderschönen Erlebnissen, vielen neue Eindrücken und Kontakten wird uns diese Reise noch lange in Erinnerung bleiben.</p>
<p>Text und Fotos: Ulrike Zara</p>
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		<title>Eingepackt: Stablose kurz und bündig</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 08:21:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer oft auf Reisen geht, wird dieses Problem schon einmal gehabt haben: Den Transport von Drachen. Und dabei reden wir noch nicht einmal von großen Kastendrachen, nein, auch Stablose haben ihre „Problemzonen“. Denn diese Kreationen sind zwar recht schnell&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="wp-content/files/einleiner_0511/aufmacher.jpg" width="590" style="margin-top:-7px" /></p>
<p><strong>Wer oft auf Reisen geht, wird dieses Problem schon einmal gehabt haben: Den Transport von Drachen. Und dabei reden wir noch nicht einmal von großen Kastendrachen, nein, auch Stablose haben ihre „Problemzonen“. Denn diese Kreationen sind zwar recht schnell in ihre Tasche ein­gepackt, dort nehmen sie dann aber viel Platz weg. Abhilfe schaffen hier sogenannte Kompressionstaschen, welche die Inflatables auf ein handliches Niveau zusammenstauchen. Wie solch eine Tasche gebaut wird, soll an dieser Stelle gezeigt werden.</strong></p>
<div id="bilder">
<p><img src="wp-content/files/einleiner_0511/01.jpg" alt="" /><br />
<strong>Kompressionsbag mit Lynn-Oktopus der 35-Meter-Klasse</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0511/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>So groß wäre der Oktopus ohne Kompressionsbag</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0511/03.jpg" alt="" /><br />
<strong>Der Spinnakerstreifen wird halb gesäumt und mit einer Tasche versehen</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0511/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>Auf die Innenseite des Bodenteils werden mittig die Spanngurte aufgenäht</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0511/05.jpg" alt="" /><br />
<strong>Der Abschluss des Oberteils sollte konkav geschnitten und gesäumt werden, danach werden die Spanngurte fest vernäht</strong>
</div>
<p>Dabei möchten wir bewusst auf genaue Maß­angaben verzichten, schließlich sollte jeder Drachenfreund die Kompressionstasche an seine eigenen Bedürfnisse anpassen. Für Unentschlos­sene finden sich aber die Maße der auf diesen Seiten gezeigten Tasche im Text.</p>
<p><strong>Materialliste</strong><br />
• Kräftiger Taschenstoff, wie er beispielsweise bei <a href="http://www.zz-logo.de">www.zz-logo.de</a> zu beziehen ist. Wichtig ist hierbei, dass der Stoff stark und belastungsfähig ist. Bei der hier gezeigten Tasche haben wir Taschenstoff in den Maßen 150 auf 150 Zentimeter verwendet.<br />
• Spinnaker, gerne in der etwas dehnbareren und preiswerten Ausführung, welches ebenfalls über zz-logo erhältlich ist. Die hier gezeigte Tasche hat einen Streifen 60-Gramm-Spinnaker mit den Maßen 150 auf 32 Zentimeter erhalten.<br />
• Vier Gurtbänder mit Verschluss. Hierbei sollte unbedingt auf eine kräftige Ausführung geachtet werden, da an dieser Stelle später ein gewisser Zug auftreten wird. In Baumärkten gibt es Spanngurte, die sich hervorragend für unsere Zwecke eignen.<br />
• 150 cm griffige, das heißt recht dicke ­Waageschnur<br />
• 180 cm Kantband</p>
<p><strong>Zuschnitt</strong><br />
Aus dem Taschenstoff:<br />
• zwei Kreise; bei der hier gezeigten Tasche haben diese einen Durchmesser von 40 Zentimeter<br />
• ein Rechteck, in unserem Fall mit den Maßen 125,6 auf 40 Zentimeter<br />
• ein Rechteck, in unserem Fall mit den Maßen 125,6 auf 30 Zentimeter<br />
Aus Spinnaker:<br />
• ein Rechteck, in unserem Fall mit den Maßen 125,6 auf 30 Zentimeter</p>
<p>Zu beachten ist hierbei, dass dies Nettomaße sind, das heißt, es muss noch ein individueller Zuschlag für den Saum berechnet werden. Wer die Tasche mit anderen Maßen bauen möchte, ändert zunächst den Radius der beiden Kreisstücke ab. Aus dem Radius ergeben sich die langen Bahnen der Rechtecke. Einfach den Durchmesser mal 3,14 rechnen, schon erhält man die lange Bahn. Die Höhe der Tasche ergibt sich aus den einzelnen Höhen der drei Rechtecke, in unserem Fall also 40 + 30 + 30 = 100 Zentimeter.</p>
<p><strong>Tonne</strong><br />
Die „Bauarbeiten“ an unserer Tasche beginnen wir mit dem Streifen Spinnaker. Dieser wird sowohl rechts als auch links an der kurzen Bahn auf etwa 10 Zentimeter gesäumt. Anschließend wird ein Streifen entlang der langen Bahn umgeklappt und festgenäht. Ein Tunnel sollte nun entstanden sein, durch den später die Schnur gezogen wird, welche die Tasche verschließt.</p>
<p>Anschließend wird das Spinnaker mit dem 40 Zentimeter breiten Taschenstoff vernäht. Wer mag, kann auch die komplette Tasche aus dem kräftigen Stoff fertigen; zu empfehlen ist dies jedoch nicht. Denn zum einen würde die Tasche mehr wiegen, zum anderen müsste später mehr Stoff komprimiert werden.</p>
<p>Wenden wir uns nun dem Bodendeckel zu. Hierfür benötigen wir ein rundes Teil. Ferner brauchen wir die Spanngurte aus dem Baumarkt. Diese sind in der Regel zwischen zwei und drei Metern lang. In diesem Arbeitsgang benötigen wir die Schnalle des Gurtes plus den eigentlichen Gurt in einer Länge von Radius des runden Segments plus 20 Zentimeter. Im nächsten Arbeitsschritt werden die Spanngurte am Bodenteil befestigt. Wichtig ist hierbei, dass die Gurte auf der späteren Innenseite des runden Teils liegen. Begonnen wird im Zentrum des Kreises und anschließend wird nach außen hin genäht. Zu beachten ist, dass die Naht sehr stabil ausgeführt werden muss, da hier später eine große Belastung auftritt. Gut bewährt hat sich eine quadratische Vernähung mit anschließendem Überkreuz-Nähen. Sind die vier Spanngurte aufgebracht, kann das Bodenteil an das zuvor gefertigte Taschenstoff-/Spinnaker-Segment angenäht werden. Auch hierbei muss der Saum besonders stabil vernäht werden. Abschließend wird die Seite der Tasche (bis auf das gesäumte Spinnakerende) geschlossen; nun sollte eine „Stofftonne“ entstanden sein.</p>
<p><strong>Deckel</strong><br />
Wenden wir uns nun der Fertigung des Deckels zu. Hierzu wird das noch verbleibende Rechteck an seiner langen Seite mit Kantband versehen oder einfach gesäumt. Wer mag, kann diesen Abschluss zuvor noch konkav schneiden, sodass vier Abschlusspunkte entstehen, auf die später die Gurte geführt werden. Das sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch nützlich, um den Sack später ordentlich komprimieren zu können. Nachdem das Rechteck gesäumt wurde, werden die verbleibenden Gurte aufgenäht. Auch hier ist auf einen besonders haltbaren Stich zu achten. Abschließend werden nach bekanntem Muster der verbleibende Deckel eingenäht und die noch offene Seite der Tasche geschlossen.</p>
<p>Im letzten Arbeitsschritt werden die Spanngurte in die Schnallen eingesetzt und besagte Gurte auf eine handliche Länge gebracht. Dann noch die Waageschnur in den Tunnel der Spinnakertasche einführen, damit diese später auch geschlossen werden kann. Fertig ist unser Kompressionsbag!</p>
<p>Text: Ralf Dietrich</p>
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		<title>Schwebender Kontrollblick</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jun 2011 10:10:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit meiner ersten Begegnung mit der Fesseldrachen-Luftbildfotografie im Jahre 1987 beobachte ich mit starkem Interesse die Möglichkeiten des Drachens für den wissenschaftlichen Einsatz, vermutlich eine natürliche Konsequenz meiner naturwissenschaftlichen Ausbildung an der Universität Hamburg und meiner grundlegenden Neugier, die&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="wp-content/files/einleiner_0411/aufmacher.jpg" width="590" alt="" style="margin-top:-7px" /><br />
<strong>Seit meiner ersten Begegnung mit der Fesseldrachen-Luftbildfotografie im Jahre 1987 beobachte ich mit starkem Interesse die Möglichkeiten des Drachens für den wissenschaftlichen Einsatz, vermutlich eine natürliche Konsequenz meiner naturwissenschaftlichen Ausbildung an der Universität Hamburg und meiner grundlegenden Neugier, die Welt zu erkunden.</strong></p>
<div id="bilder">
<img src="wp-content/files/einleiner_0411/01.jpg" alt="" /><br />
<strong>Bebean über Menschenmengen an der Ostküste von Bali</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/einleiner_0411/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>Fliegender Kastendrachen aus der Nähe betrachtet</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/einleiner_0411/03.jpg" alt="" /><br />
<strong>Einem Saul-Drachen auf die Abspannung geschaut</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/einleiner_0411/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>Der Blick nach unten</strong></p>
<p><a href="https://www.alles-rund-ums-hobby.de/de/Sport-Design-Drachen/Zeitschriften/Sport-Design-Drachen-2011-01"><img src="wp-content/files/einleiner_0411/05.jpg" alt="" border="0"/></a>
</div>
<p>Die Möglichkeit, das Flugverhalten von Drachen selbst durch diese umweltfreundliche Luftbildmethode zu erkunden, wird vielleicht noch nicht ausreichend genutzt. Durch ausgewählte Beispiele möchte ich hierzu in dieser Luftbildgalerie anregen. Zugleich hoffe ich, dass die fotografischen Ergebnisse selbst Freude machen und Anlass dafür sein könnten, dass interessierte KITE &#038; friends-Leser es einmal selbst versuchen.</p>
<p>Die Möglichkeit, eigene Drachen und ihr Flugverhalten in einem Windkanal testen zu können, ist eher nicht gegeben und vermutlich auch wegen der beschränkten Anlagengröße kaum sinnvoll. Die Natur selbst liefert jedoch im Laufe eines Jahres alle möglichen Windverhältnisse, sei es zu unterschiedlichen Jahres- beziehungsweise Tageszeiten oder an verschiedenen Orten, zum Beispiel am Meer, oder, wie in meinem Fall, in der hügeligen Geestlandschaft der Lüneburger Heide mit ihren typischen sommerlichen Thermikblasen. </p>
<p><strong>Drachenwahl</strong><br />
Die Fesseldrachen-Luftbildfotografie bietet nun den einzigartigen Vorteil, den eigenen Drachen von allen Seiten, nicht nur von unten, fotografieren zu können. Nach 23 Jahren fiel meine engste Wahl als Trägerdrachen für ein solches Unternehmen auf die folgenden drei geeigneten Drachentypen:</p>
<p>KAP-Foil von Ralf Beutnagel: Die KAP-Foil steht unvergleichlich stabil und zuverlässig am Himmel und liftet in der 8-Quadratmeter-Version auch eine schwere Kamera mit Rigg bei Windstärken im unteren Windbereich in den Himmel. Ein schweres Rigg (bis 2 Kilogramm) hat den Vorteil, dass es aufgrund seines Eigengewichtes eine wünschenswerte Trägheit aufweist, welche das Ausrichten auf das Objekt erleichtert. Das ist ähnlich wie bei einem professionellen Stativ: schwer wackelt schwer. Die KAP-Foil ist der einzige stablose Drachen, dem ich bisher vertraue, insbesondere bei schwachen Winden.</p>
<p>Rokkaku: Ein gut eingestellter Rokkaku steht ebenfalls wie festgenagelt am Himmel. Das Geniale an diesem Drachen ist sein äußerst günstiges Verhältnis zwischen Gestängegewicht und Segelfläche. Eine Größe von 2,40 Metern Höhe ist daher auch geeignet, ein nicht allzu leichtes Rigg mit Kamera stabil in der Luft zu halten. Der Rokkaku hat zudem den Vorteil, dass ein Anfänger ihn leicht und günstig selbst bauen kann. Sein Verhalten in thermischen Winden ließ meine favorisierte Wahl jedoch auf den Multiflare fallen.</p>
<p>Multiflare: Im Winter 1987/88 gebaut, verwende ich seit über 23 Jahren fast ausschließlich den 2,70 Meter großen Multiflare nach Plänen von Wolfgang Schimmelpfennig. Der Multiflare, ausgestattet mit einem etwa 15 Meter langen Fusselschwanz, ist kein Lifter, sondern ein mächtiger Traktor, der nur im unteren Windbereich gegen die KAP-Foil von Ralf Beutnagel in puncto Hebekraft verliert, weil er nach hinten abfällt. Der lange Fusselschwanz stellt den Multiflare in einen recht stabilen Winkel und verhindert das unerfreuliche Pumpen des Drachens bei wechselnden Windverhältnissen. Ich habe dieses Modell in Europa, den USA, Korea und Indonesien unter verschiedenen Windverhältnissen einsetzen können und dabei schätzen gelernt. Auch bei wenig Wind kann man ihn aufgrund seiner gespannten Segelfläche sicher landen. Mit dem hochgeschätzten KAP-Dopero von Ralf Beutnagel habe ich bisher keine eigenen Erfahrungen sammeln können.</p>
<p><strong>Leinenfrage</strong><br />
Meine langjährige Erfahrung zeigt, dass der Abstand des Trägerdrachens zur Kamera möglichst groß zu wählen ist. Dies verringert die seitliche Winkeländerung der Kamera bei seitlichen Bewegungen des Drachens. Als Schnur verwende ich vorwiegend die relativ leichte, geflochtene 2,5 Millimeter-Polyamidschnur der Seilerei Ehlers aus Bad Bevensen, welche mir beispielsweise 500 Meter in einem Stück geflochten garantiert. Die Bruchlast dieser Schnur liegt bei 137 Dekanewton, und 500 Meter wiegen nur 1,45 Kilogramm. Die Schnur weist unter hoher Zugbelastung eine Dehnung von 8 Prozent auf; dies bedeutet ein weiches Fliegen beziehungsweise das sanfte Heben des Riggs bei Böen. Da bei 40 Dekanewton Zuglast das KAPen schon längst eingestellt werden müsste, weil man als 90 Kilogramm schwerer Mensch dann bereits keinen sicheren Stand und damit keine Halte­kontrolle mehr hat, ist die Sicherheit der Schnur mehr als ausreichend.</p>
<p><strong>Positionierung</strong><br />
Der zu analysierende Drachen kann als mobiles System vor die Linse der Kamera geführt werden. Eine Videokontrolle zum Zeitpunkt der Aufnahme ist heute üblich und sinnvoll. Sie stand mir jedoch in den letzten 23 Jahren kaum zur Verfügung. Umso mehr habe ich mich aber über gute fotografische Ergebnisse gefreut. Die Fragestellungen an einen zu analysierenden Drachen sind sehr spezifisch und allgemein schwer zu kategorisieren. Man könnte beispielsweise überprüfen wollen, ob die Kraft der Waageschnüre unter Last optimal auf die Stoffkiele übertragen wird. Faltenbildungen im Flug würden hierfür ebenfalls Hinweise liefern. Auch die Durchbiegung von Querstäben unter Belastung – wie bei einem Delta – könnte realistisch überprüft werden. Im ersten Fall hilft eine seitliche Ansicht, im zweiten eine Aufsicht von oben.</p>
<p><strong>Datalogger</strong><br />
Im RC-Bereich der Modellbauer können elektronische Datalogger wissenswerte Flugbedingungen aufzeichnen. So weiß man im Zusammenhang mit den Luftbildaufnahmen stets, zu welcher Zeit der Drachen bei welcher tatsächlichen Höhe und Windgeschwindigkeit seine charakteristischen Merkmale gezeigt hat. Ein Besuch der einschlägigen RC-Foren erleichtert die Auswahl eines geeigneten Dataloggers. Viel Spaß beim eigenen Experimentieren!</p>
<p><strong>Text und Fotos: Wolfgang Bieck</strong></p>
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		<title>Achtarmiger Bandit</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Apr 2011 16:04:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Definition von Oktopus lautet „Gewöhnliche Krake“. Dieser Tintenfisch kommt weltweit in den Meeren der tropischen und gemäßigten Zone vor, am häufigsten in der Nähe Großbritanniens und der südostasiatischen Küste. 


Aufwändig wie ein Großer, mit Profilen, dreidimensionalen Augen und&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="wp-content/files/einleiner_0311/aufmacher.jpg" width="590" alt="" style="margin-top:-7px" /></p>
<p><strong>Die Definition von Oktopus lautet „Gewöhnliche Krake“. Dieser Tintenfisch kommt weltweit in den Meeren der tropischen und gemäßigten Zone vor, am häufigsten in der Nähe Großbritanniens und der südostasiatischen Küste. </strong></p>
<div id="bilder">
<img src="wp-content/files/einleiner_0311/okto2.jpg" alt="" /><br />
<strong>Aufwändig wie ein Großer, mit Profilen, dreidimensionalen Augen und aufgenähten Saugnäpfen</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0311/okto3.jpg" alt="" /><br />
<strong>Anders als unter Wasser hilft der Piranha am Himmel dabei, den Octopus zu beruhigen</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0311/okto4.jpg" alt="" /><br />
<strong>Solide vernähte, aber schon fast zu schwere Gaze am Lufteinlass</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0311/okto5.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die durch das Tuch geführten Waageenden</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0311/daten.jpg" alt="" /><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0311/staerken.jpg" alt="" />
</div>
<p>Diese Worte können wir Drachenflieger widerlegen, denn ursprünglich kommen die Kraken aus Neuseeland! Peter Lynn hat diese besondere Art erfunden und zuerst gebaut – wir sprechen hier von den Drachen in Krakenform. Mittlerweile sind Kraken in Größen von bis zu 60 Metern bei den verschiedensten Drachenfreunden zu finden. Unter anderem hat auch die Hamburger Firma Wolkenstürmer die unterschiedlichsten Oktopoden ab 14 Metern im Angebot. Da ist es auch nur konsequent, noch kleinere Versionen anzubieten. Und dies geschieht jetzt, denn im Lieferprogramm finden wir den Mini Octopus mit einer Länge von 200 Zentimetern. Die Kopfbreite hat das Maß 50 Zentimeter, und zusammen mit einem, als Piranha ausgeführten, Schleppsack befinden sich 250 Zentimeter Stoff in dem gelieferten Transportsack. Kommen wir aber zuerst zum Lieferzustand: Der Octopus kommt Ready-to-Fly zum Käufer, denn außer dem Drachen selbst gibt es auch eine Rundspule mit einer gut gewählten Schnur. Diese ist wirklich passend, denn sie ist geflochten und nicht zu dick. Der Transportsack allgemein hat eine riesige Größe, und es würden locker noch ein bis zwei weitere solcher Drachen darin Platz finden. Eine Fieldcard gab es bei unserem Testmuster leider nicht, am Verschluss hing lediglich ein Produktschild. Damit sind auch die Sicherheitshinweise nicht am Drachen und somit für den Anfänger schwer zugänglich. </p>
<p><strong>Raus und ab!</strong><br />
Über den Aufbau des Drachens gibt es hier nichts zu erzählen, denn was sollte man daran schon aufbauen? Einfach den Stablosen aus der Tüte nehmen, Flugleine anbuchten und ab an den Himmel! Selbstfliegend ist er, genügend Wind vorausgesetzt. Er fliegt aber eher weit als hoch, da die Waage recht flach eingestellt ist. Man kann dennoch viel mit dem Kleinen anstellen. Wie wäre es, den Mini in die Waage eines Größeren zu knoten – quasi als Tintenfisch-Familie? Man könnte am Kopf auch eine, leider werkseitig fehlende, Kopfschnur anbringen und den Kleinen so einfach als Windspiel in die Leine hängen. Ohne Kopfleine überschlägt sich der Octopus leider häufig und hängt sich dann auf. Eine weitere Spielerei wäre es, ihn an einer Angel zu befestigen und dort zu beobachten.</p>
<p><strong>Im Detail</strong><br />
Verarbeitet ist der Drachen wirklich perfekt. Keinerlei Näh- oder Tuchfehler sind zu erkennen. Die Gaze am Lufteinlass passt sich von der Farbe her perfekt in den Drachen ein, ist jedoch ein wenig zu robust und schwer. Auch die Waageschnüre sind vielleicht etwas zu stabil, denn es sind sehr viele davon vorgesehen und dementsprechend hätten auch ein paar dünnere Leinen ausgereicht. Die Schnüre sind heiß durchs Tuch gestochen worden – angesichts der relativ moderaten Zugkräfte eine annehmbare Lösung. Ansonsten ist der Krake gebaut wie ein großer und wenn man genau hinschaut, dann sind selbst im Inneren Profile eingenäht, die dem Kopf seine Form geben und diese auch halten. Die acht Tentakel sind sauber vernäht und am Ende offen gelassen. Auf die Tentakel sind Saugnäpfe aus ­kreisrundem, schwarzem Spinnacker aufgenäht. An zwei Armen sind Schnüre zum Schleppsack befestigt. Der Piranha selbst ist ebenfalls sehr sauber und ordentlich vernäht; lediglich zwei kleine Wirbelkarabiner an den Schnüren wären sinnvoll gewesen, denn sonst verdreht sich der Fisch immer wieder und dreht sich dabei sogar teilweise selber zu. Auch das Ganze zu einer Schnur zusammenzufassen und dann einen Wirbelkarabiner einzusetzen, wäre eine gute Idee gewesen.</p>
<p><strong>Showtime!</strong><br />
Das Flugbild ist ein schönes, gleichmäßiges – natürlich bei entsprechendem Wind. Ein unkomplizierter Flieger ist der Octopus mit Sicherheit: Leicht einzusetzen und nicht heikel im Umgang, sodass sogar ein absoluter Anfänger seinen Spaß damit haben kann. Der mini Octopus ist einfach eine kleine Spielerei, für die wir alle etwas übrig haben. Und wen der recht hohe Preis abschreckt, dem sei gesagt, dass man auch etwas dafür bekommt, nämlich einen perfekt verarbeiteten Drachen, der immer für ein Schmunzeln sorgt.n</p>
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		<item>
		<title>One Earth One Chance &#8211; Internationales Drachenfest in Indonesien</title>
		<link>http://kite-and-friends.de/einleiner/one-earth-one-chance-internationales-drachenfest-in-indonesien/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Feb 2011 08:42:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einleiner]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter den asiatischen Drachenfesten nimmt das Internationale Drachenfest in Jakarta eine besondere Rolle ein, denn neben den internationalen Gästen kommen auch Delegationen aus vielen indonesischen Provinzen, um ihre außergewöhnlichen Kreationen vorzustellen. Eine gewisse Eintönigkeit, die sich manchmal trotz aller&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="wp-content/files/einleiner_0211/aufmacher.jpg" width="590" alt="" style="margin-top:-7px" /><br />
<strong>Unter den asiatischen Drachenfesten nimmt das Internationale Drachenfest in Jakarta eine besondere Rolle ein, denn neben den internationalen Gästen kommen auch Delegationen aus vielen indonesischen Provinzen, um ihre außergewöhnlichen Kreationen vorzustellen. Eine gewisse Eintönigkeit, die sich manchmal trotz aller Vielfalt auf den großen Drachenfesten einschleicht, macht hungrig auf neue Drachenkreationen, sei es in Form, Funktion oder Gestaltung. Genau dieses wird in Jakarta geboten, denn über die bekannten Drachentypen hinaus eröffnet sich hier eine zum Teil atemberaubende Kreativität.</strong></p>
<div id="bilder">
<img src="wp-content/files/einleiner_0211/01.jpg" alt="" /><br />
<strong>Sensationell geformter Langustendrachen</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/einleiner_0211/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>Der sechsarmige ­Langusten-Drachen beim Start</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/einleiner_0211/03.jpg" alt="" /><br />
<strong>Dreidimensionaler Drachen</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/einleiner_0211/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>Gottesanbeterin</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/einleiner_0211/05.jpg" alt="" /><br />
<strong>Mottodrachen: One Earth One Chance</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/einleiner_0211/06.jpg" alt="" /><br />
<strong>In welcher Welt wachsen unsere Babys auf?</strong>
</div>
<p>Wer Indonesien bereist hat, versteht, warum die künstlerische Umsetzung der Themen „Gefährdung der Umwelt“ beziehungsweise „Erhaltung der Umwelt“ die zweidimensionalen Drachen prägte. Sari Madjid und Tinton Prianggoro, die Organisatoren des Internationalen Drachenfestes in Jakarta, verkörpern ja geradezu das Motto von „One Sky One World“, wie es auch die Motivwahl der Drachen für das Drachenfest in Jakarta belegt. </p>
<p>Besonders beeindruckend ist dabei das Engagement junger Indonesier für dieses Thema: Sie verteilten während des Drachenfestes umfangreiche Informationen über die Umwelt an die Besucher und bauten für die Kinder kleine Eddy-Drachen, unter anderem mit dem Motto „One Earth One Chance“. „Teens go green“ – ein wunderschöner Name für diese jungen, aktiven Umweltschützer. Sie geben Hoffnung für die Zukunft der Natur in Indonesien, wo mit dem Kahlschlag des Regenwaldes, der­ ­Luftverschmutzung, der Vermüllung und der Ausdehnung von Palmöl-Monokulturen schwerwiegende Probleme für die Pflanzen- und Tiervielfalt, aber auch für den Menschen drohen. </p>
<p><strong>Einzigartige Objekte</strong></p>
<p>Das Faszinierende an der indonesischen Drachenbaukunst besteht vor allem darin, dass sie das eigentliche Thema zur Voraussetzung für die Form und die Konstruktion macht. So entstehen zwei- oder dreidimensionale, angeleinte und fliegende Objekte, welche wir gewohnheitsgemäß als „Drachen“ einordnen. Ein biologischer Vergleich drängt sich auf: Der bewirtschaftete mitteleuropäische Mischwald beheimatet etwa 15 Laub- und Nadelbaumarten in meist gleicher Größe, von gleichem Alter und in großer Anzahl in einer Monokultur. Der tropische Regenwald hingegen umfasst bis zu 10.000 verschiedene Laubbaumarten – wobei aber bereits 2007 bis zu 60 Prozent aller Regenwälder verschwunden waren. </p>
<p>Beim Besuch europäischer Drachenfeste werden ­diese „Kulturunterschiede“ nicht selten sichtbar. Bekannte Drachentypen in großer Häufigkeit ­werden in unterschiedlichem Design und natürlich auch häufig sehr ästhetisch gestaltet dargeboten, aber es sind streng genommen schon fast „Drachenmonokulturen“ in unterschiedlicher Ansicht. Das Auflösen von traditionellen Formen zu einer dem Motiv verpflichteten Drachenkonstruktion eröffnet hingegen eine schier unendliche Fülle neuer fliegender Objekte. Ihr vereinendes Element besteht lediglich darin, dass sie angeleint sind und sich den gleichen physikalischen Voraussetzungen unterwerfen müssen. Selbst die größten Drachen werden aus Bambus, Draht, Garn, einfachem bemalten Stoff oder auch ­Spinnakernylon ­hergestellt, und zwar mit bescheidensten Hilfsmitteln wie dem universellen Buschmesser, Nadel und Faden, Zange und ­manchmal auch mit der Nähmaschine. </p>
<p>Nicht der einzelne Drachenbauer zählt, sondern das Team. So reisten aus 15 Provinzen der großen Inseln Sumatra, Borneo, Java, Bali und Sulawesi die vielköpfigen Delegationen mit schwerem Material an und entfalteten die spektakuläre Vielfalt der Drachen.</p>
<p>Die Drachenflieger aus Australien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Japan, Korea, Kuwait, Malaysia, den Niederlanden und Singapur werden wie ich die optimistische Botschaft dieses ­Drachenfestes in die Welt hinaustragen können. Wenn die Wahl eines Themas als Anlass zum ­Drachenbau solch unbegrenzte Möglichkeiten eröffnet wie beim Drachenfest in Jakarta, dann freue ich mich auf die nächste Gelegenheit, an diesem Fest der Kreativität teilnehmen zu können.</p>
<p><strong>Text und Fotos: Wolfgang Bieck</strong></p>
<p><strong>Internet-Videos über das Drachenfest:</strong><br />
<a href="www.youtube.com/watch?v=DlNRBWyVXJ8" target="blank">www.youtube.com/watch?v=DlNRBWyVXJ8</a><br />
<a href="www.youtube.com/watch?v=DjuifoSlajE" target="blank">www.youtube.com/watch?v=DjuifoSlajE</a></p>
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		<title>Wind aus der Steckdose &#8211;  Crossover im Drachenbau mit Vector Kites</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 11:22:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einleiner]]></category>

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		<description><![CDATA[Drachen und Modellflugzeuge gemeinsam auf einem Flugplatz sind in aller Regel eine schlechte Kombination und führen schnell zu ­Meinungsverschiedenheiten zwischen Drachenfreunden einerseits und Modellfliegern andererseits. Nicht jedoch im vorliegenden Fall, denn hier wird das Beste aus beiden Sparten kombiniert.&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="wp-content/files/einleiner_0111/aufmacher.jpg" width="590" alt="Lenkdrachenlegenden" style="margin-top:-7px" /><br />
<strong>Drachen und Modellflugzeuge gemeinsam auf einem Flugplatz sind in aller Regel eine schlechte Kombination und führen schnell zu ­Meinungsverschiedenheiten zwischen Drachenfreunden einerseits und Modellfliegern andererseits. Nicht jedoch im vorliegenden Fall, denn hier wird das Beste aus beiden Sparten kombiniert. </strong></p>
<div id="bilder">
<img src="wp-content/files/einleiner_0111/01.jpg" alt="" /><br />
<strong>Der dreizellige LiPo wird ebenfalls mit Klettband befestigt</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/einleiner_0111/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>Die Aufhängung des Brushlessmotors und die beiden Servos der Vektor-Steuerung</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/einleiner_0111/03.jpg" alt="" /><br />
<strong>2,4-Gigahertz-Empfänger am Rahmen der Vector-Einheit</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/einleiner_0111/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>Das Power Package lässt sich an verschiedensten Drachen installieren, um sie zum RC-Elektroflieger zu machen</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/einleiner_0111/05.jpg" alt="" /><br />
<strong>Wendig wird die V-Wing Box mit Vector-Antriebseinheit</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/einleiner_0111/06.jpg" alt="" /><br />
<strong>Ordentlicher Steigflug des Canard</strong></p>
<p><img src="wp-content/files/einleiner_0111/07.jpg" alt="" /><br />
<strong></strong>
</div>
<p>So ganz neu ist dabei die Idee eines Crossovers von Elektroflugzeug und Drachen nicht. Mit dem Aufkommen besonders starker Elektromotoren, den so genannten bürstenlosen Antrieben oder auf Neudeutsch Brushlessmotoren, machte sich insbesondere in Frankreich eine kleine Schar von Drachenfliegern daran, ihre Drachen mit diesem Antrieb aufzurüsten. Und auch in Deutschland gab es bereits Tüftler, die ihre Drachen ohne Schnur in die Luft beförderten. Peter Löhnert aus Solingen ist einer jener Pioniere. Serienreife erlangten diese Einzelstücke freilich nie, und so blieben die ferngesteuerten Drachen lange Zeit bestaunte Exoten am Rande mancher Drachenfeste. Bis eines Tages die Macher der amerikanischen Drachenschmiede Premier Kites auf den Geschmack kamen und die Idee der mittels Vektor-Steuerung geflogenen Drachen aufgriffen. Flugfähige Drachen, die sich für diese Art des Antriebs zu eignen schienen, hatte Premier Kites bereits in Hülle und Fülle im Angebot. Was fehlte, war die Antriebseinheit, aber dank der Entwicklungsabteilung im eigenen Haus und der Vorarbeit deutscher und französischer Drachentüftler war auch diese Klippe schnell umschifft. Woran es jetzt noch haperte, war ein Distributor in Deutschland, und dieser war mit JPerkins schnell gefunden. JPerkins ist im Modellbau bereits gut am Markt etabliert und so verwundert es nicht weiter, dass man dort die gesamte Palette von Premier Kites übernahm. </p>
<p><strong>Angebot</strong><br />
Die Auswahl ist reichhaltig und der angehende Drachenpilot kann aus verschiedenen Angeboten auswählen. Sämtliche angebotenen Drachen werden sowohl mit Steuereinheit als auch pur ange­boten. Der Clou bei dieser Geschichte: die Steuereinheit lässt sich mit wenigen Handgriffen aus dem einen Drachen ausbauen und ist ebenso schnell wieder in einen zweiten Flieger eingebaut. Hat man also erst einmal eine Vector-Einheit erworben, benötigt man bei der Anschaffung eines Zweit- oder Drittdrachens nur noch den eigentlichen Kite. Und um die ganze Geschichte noch abzurunden: es kann auch noch ein Paket mit oder ohne 2,4-Gigahertz-Anlage gewählt werden. </p>
<p>Bei den Drachen haben wir wiederum die Auswahl aus drei verschiedenen Modellen und ja, auch diese werden in drei unterschiedlichen Farbvarianten angeboten. Summa summarum hat der zukünftige RC-Drachen-Pilot also die Qual der Wahl zwischen 21 verschiedenen Varianten. Als Einsteiger in die Welt der Vector Kites preist JPerkins den Canard an. Hierbei handelt es sich, wie der Name schon andeutet, um einen Drachen in Entenform. Drachenflieger kennen diesen Typus bereits durch den baugleichen Canard aus dem Hause Premier, der in Deutschland durch Colours in Motion vertrieben wird. Mit einer Spannweite von 250 Zentimeter und einer ebenso großen Länge macht der Canard schon ordentlich etwas her. Das Segel besteht aus Spinnaker, während für die Stäbe ­Kohlefaserrohr verwendet wurde. So ausgestattet kommt der Canard auf ein Gewicht von gerade einmal 520 Gramm und gilt daher als Leichtwindexperte des Drachen-Trios.</p>
<p><strong>Flugkasten</strong><br />
Mit der V-Wing Box bietet JPerkins einen klassischen Kastendrachen an. Wiederum wurden ­Spinnaker und CFK als Baumaterial verwendet. Die Spannweite der Box beträgt 140 Zentimeter, die Länge 160 Zentimeter und die Tiefe 71 Zentimeter. So gerüstet geht die V-Wing Box mit einem Ab­­fluggewicht von 846 Gramm an den Start. Im Gegensatz zum Canard sitzt die Steuereinheit bei diesem Drachen innerhalb der Zellen, das heißt, sie ist gegenüber etwaigen Missgeschicken des Piloten gut geschützt.</p>
<p><strong>Tetra-Flieger</strong><br />
Mit einem Abfluggewicht von knapp 600 Gramm liegt der dritte Drachen im Bunde zwischen Canard und V-Wing Box. Die Rede ist vom Pyramid Racer, einem guten, alten Bekannten in Drachenfliegerkreisen. Denn beim Pyramid Racer handelt es sich um nichts anderes als einen Bell Tetraeder. Einen Drachentypus also, den Alexander Graham Bell bereits vor über 100 Jahren entwickelte, um mit ihm Menschen in die Luft zu befördern. JPerkins Tetra, pardon Pyramid Racer, ist freilich ein wenig kleiner als Bells Konstruktion. Mit einer Spannweite von 135 Zentimeter, einer Länge von 138 Zentimeter und einer Tiefe von 71 Zentimeter ist er zudem auch um einiges handlicher als seine ­historischen Vorbilder.</p>
<p><strong>RC-Steuerung</strong><br />
Sind die Drachen reine Produkte aus der Premier-Serie, die so bereits in der Drachenszene bekannt sind, nun zu dem, was die Vector Kites so einzigartig macht: der Vector-Steuerung. Zu bestellen ist sie als Vector Power Package, und es fällt zunächst angenehm auf, dass die gesamte Steuereinheit in einer recht stabilen Tragetasche geliefert wird. In der großen, aufgenähten Tasche an der Vorderseite findet sich ein Kasten mit einer 2,4-Gigahertz-Fernsteuerung der Marke Planet. Im Inneren der dahinterliegenden, großen Tasche ist neben einem dreizelligen LiPo-Akku (Lithium-Polymer), dem entsprechenden Ladegerät und einem Ersatzpropeller die komplett vormontierte Vector-Steuereinheit enthalten. Diese besteht aus einem Brushlessmotor V780, der in zwei ineinandergreifende, runde Alurahmen montiert wurde. Bedingt durch diese spezielle Aufhängung lässt sich der Motor mittels zweier Miniaturservos, die ebenfalls bereits fertig montiert sind, um die Hoch- und Querachse bewegen. Empfänger und Regler sind ebenso mit Klettband am Rahmen montiert wie der Flugakku, der im unteren Teil des Rahmens seinen Platz findet.</p>
<p><strong>Wiesentest</strong><br />
Dankbar über so viel Vorarbeit schnappen wir unser neues „Spielzeug“ und fahren auf die Flugwiese. Doch halt – ein Blick auf die vorherrschenden Windgeschwindigkeiten ist von Vorteil. Denn allen Vector Kites ist eins gemein: so richtig wohl fühlen sie sich nur bei Windstille. Leichten Wind von einer guten Windstärke können sie zwar auch noch ab, darüber beginnt dann aber schon der Kampf gegen die Naturgewalten. Also heißt es erst einmal auf den richtigen Wind warten. Dann aber geht es sofort raus auf die Wiese und der Drachen wird aufgebaut. Als erstes Testobjekt ist der Canard an der Reihe. Wohl dem, der schon einige Erfahrungen mit Drachen sammeln konnte, denn zunächst einmal muss man sich einen Überblick über ein Sammelsurium aus Schnüren und Stäben verschaffen. Ist dies einmal geschehen und die Spannschnüre sind geordnet, geht der Zusammenbau schnell und unkompliziert vonstatten. Dennoch würden wir uns an dieser Stelle eine Aufbauanleitung für ungeübte Drachenflieger wünschen. Die Steuereinheit ist ebenfalls schnell und unkompliziert auf der Leeseite des Drachens montiert. Flugakku an seinen Platz, Sender an, Strom auf Empfänger und Motor – das beruhigende Piepsen der Steuereinheit ertönt – und es kann losgehen. Mit 3/4 Gas wird der Canard leicht in die Luft geworfen – und wir erleben unser blaues Wunder. Der Drachen geht sofort in einen steilen Steigflug über, den wir nur durch beherztes Nachdrücken beenden können. Da wir trotz inten­sivem Einsatz der Trimmung immer noch nachdrücken müssen, entschließen wir uns zur Landung und trimmen nun direkt am Gestänge nach. Nachdem die Motoreinheit nun deutlich nach unten weist, wagen wir einen zweiten Start. Und siehe da – jetzt funktioniert alles bestens. Elegant dreht der Canard seine Kreise. Ein Speed-Flugzeug ist dieser Kite sicherlich nicht, eher ein langsamer Schweber zum verträumten Gleiten am Abend. Aber dennoch – es macht Spaß, mit diesem Vector Kite seine Runden zu drehen.</p>
<p>Als Nächstes steht die V-Wing Box auf dem Programm. Auch diese ist schnell und unkompliziert aufzubauen und die Vector-Einheit ist ebenfalls flott im Inneren der vorderen Zelle verstaut. Nachdem die Motoreinheit wieder auf normal Null getrimmt wurde, geht es mit vollem Schub an den Start. Majestätisch nimmt die Box Höhe an und schon bald kann auf Halbgas reduziert werden. Im Gegensatz zum Canard machen sich hier die zusätzlichen Gramm an Gewicht durchaus bemerkbar, was den Flugspaß aber nicht mindert. Die Box lässt sich sogar richtig herumreißen, wenn man sie mit der Seite etwas kippt und dann voll Höhe gibt. Kunstflugtauglich ist sie jedoch nicht – hier sollte dann auf den Pyramid Racer zurückgegriffen werden. Nach etwa sechs Minuten ist der Spaß vorbei und der Flugdrachen gleitet mit leerem Akku sanft auf der Wiese aus.</p>
<p><strong>Text und Fotos: Ralf Dietrich</strong></p>
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		<title>Fotos aus Leidenschaft &#8211; Andreas Napravnik im KAP-Porträt</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Oct 2010 09:54:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einleiner]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Fotografie hat Andreas Napravnik schon sein Leben lang begeistert, ebenso die Welt der Drachen. Die Kombination beider Interessen jedoch führte zu einer äußerst befriedigenden neuen Leidenschaft, dem KAPen. Über seinen Weg und seine Erfahrungen wollen wir hier berichten.&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="wp-content/files/einleiner_0610/aufmacher.jpg" width="590" alt="Lenkdrachenlegenden" style="margin-top:-7px" /><br />
<strong>Die Fotografie hat Andreas Napravnik schon sein Leben lang begeistert, ebenso die Welt der Drachen. Die Kombination beider Interessen jedoch führte zu einer äußerst befriedigenden neuen Leidenschaft, dem KAPen. Über seinen Weg und seine Erfahrungen wollen wir hier berichten.</strong></p>
<div id="bilder">
<img src="wp-content/files/einleiner_0610/01.jpg" alt="" /><br />
<strong>Andreas Napravnik</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0610/02.jpg" alt="" /><br />
<strong>Baumimpression in Nischwitz</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0610/03.jpg" alt="" /><br />
<strong>Der Förderturm in Ronneburg mit Schattenwurf</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0610/04.jpg" alt="" /><br />
<strong>Bockwindmühle von 1732 in Lumpzig</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0610/05.jpg" alt="" /><br />
<strong>Fotoprojekt „Protekt“ mit einem ­herausstechenden Sonnenschirm</strong><br />
<img src="wp-content/files/einleiner_0610/06.jpg" alt="" /><br />
<strong>Gefräste Rigg, mit der nötigen Elektronik ausgestattet und verwacklungsfrei aufgehängt</strong>
</div>
<p>Das faszinierende Spektrum von Perspektiven aus der Höhe mit der Möglichkeit vertikaler Perspektiven auch über hohen Objekten erweitert die fotogra­fischen Grenzen erheblich. Zu den befriedigenden Erfahrungen gehören vor allem die Freundschaft zu und der Informationsaustausch mit anderen KAPern, denn dies hat es mir sehr schnell ermöglicht, mich diesem speziellen Hobby erfolgreich zu nähern. Um sich in Ruhe auf das fotografisch Wesentliche konzentrieren zu können, besteht der eigentliche Dreh- und Angelpunkt meiner Erfahrung nach in einer ­soliden und ausgereiften Technik. Den Grundstock ­zu dieser grundsoliden Ausrüstung lieferte nach zwei Eigenbauten das durchdachte KAP-Rigg von Thoralf Weller. Sein Rigg bestückte ich mit Elektronikbausteinen meiner Wahl und erhielt so ein auf mich ­persönlich maßgeschneidertes KAP-Werkzeug.</p>
<p><strong>Auf’s Land</strong><br />
Nach dem anfänglichen KAPen auf Drachenfesten entdeckte ich schnell meine Leidenschaft für so ge­­­nannte Landmarken, wobei sich schon früh Schwerpunkte und Vorlieben wie Mühlen, Kirchen, Burgen, solitäre Objekte oder Strukturen der Landschaft herauskristallisierten. Natürlich dauert es eine gewisse Zeit, bis eine kleine Serie artgleicher Objekte dokumentiert ist. Dabei haben auch die Merkmale meiner Heimat mein KAPen maßgeblich beeinflusst. Ich lebe an den Ausläufern des Erzgebirges im sächsisch-­thüringischen Grenzgebiet. Die Gegend ist durch Wälder, Felder und immer wieder durch Hügel und Täler unterbrochene Landschaften geprägt. Dies erschwert das KAPen hier im Binnenland ungemein. Der Wind ist, sofern überhaupt vorhanden, sehr launisch und zickig. Durch die Bodenstrukturen entstehen oft Verwirbelungen, die zusätzlich erschwerend wirken und sehr unangenehm und risikoreich sein können. Meine langjährige Erfahrung und die vielen KAP-Einsätze haben mir geholfen, die Bedingungen gut einzuschätzen und mit ihnen angemessen umzugehen. </p>
<p><strong>Erkundungen</strong><br />
Ich bereite meine KAP-Ausflüge in der Regel sehr gut vor und suche die Objekte meiner Begierde zunächst bei meinen ausgedehnten Radtouren auf. Dann er­­kunde ich die Umgebung und notiere mir bestimmte Parameter wie die Himmelsrichtung oder den ­Sonnenstand und lege sogar die Windrichtung fest, die für die Aufnahmen am günstigsten geeignet er­scheint. Dabei achte ich außerdem auf den Feldanbau, um landwirtschaftliche Flurschäden zu vermeiden. KAPen, die ökologischste Art der Luftbildfotografie, sollte der Landschaft und denen, die davon leben, den nötigen Respekt zollen. Die Internetseite Google Earth ist hierbei äußerst hilfreich und man kann damit sehr nützliche Vorarbeit leisten.</p>
<p><strong>Bedingungen</strong><br />
Meine anfängliche Verbissenheit, unbedingt mit einem Foto nach Hause kommen zu müssen, habe ich mittlerweile abgelegt, aber die sorgfältige Vorplanung der KAP-Einsätze eliminiert häufig schon etliche Widrigkeiten. Hierzu gehören vor allem auch aktuelle Informationen über die Entwicklung des Wetters am KAP-Ort. In der Regel suche ich mir schöne Tage aus, die auch ein freundliches Bildergebnis erwarten lassen. Stimmen alle Parameter, starte ich meine KAP-Tour. Das Leben lehrt mich jedoch nicht selten, dass sich nicht alles planen lässt. So kann sich beispielsweise der Wind vor Ort anders als vorhergesagt entwickeln. Dann stehe ich vor der Entscheidung, entweder noch einmal anzureisen oder mit Geduld auf den nötigen Windhauch zu warten, um den Trägerdrachen schnell in die Luft zu bringen. Da ich fast immer allein arbeite, habe ich einen eingespielten Ablauf, der die Arbeit ungemein erleichtert. Im Telegrammstil: Koffer auf, Rigg und Monitor vorbereiten, Hering einschlagen, Drachen aufbauen und fest­machen, prüfen, ob genug Zug vorhanden ist, Rigg einhängen und ein Weilchen beobachten, Sitzgurt anlegen, Drachen mit Rigg herauslassen, Drachen in den Sitzgurt einhängen, Funkverbindung an, ein Selbstbildnis und ab geht die Post.</p>
<p><strong>Volle Kontrolle</strong><br />
Ich liebe die kontrollierte Fotografie mit Videokon­trolle am Boden, denn diese erspart viel Zeit und begrenzt den Umfang des Bildmaterials. Die Reduk­tion der Aufnahmezahl verhindert das mühsame Selektieren aus tausenden von Bildern, denn weniger ist hier mehr. Sogar das Rückholen des Drachens verläuft bei mir ritualisiert: Zunächst schlage ich einen zweiten Anker ein und kann so mit einem Nieder­holer den Drachen nebst Rigg durch Einhängen der ­Drachenschnur in den entsprechenden Anker bergen. Der potenziell angestiegene Adrenalinspiegel senkt sich spätestens mit dem unversehrt in meine Hände zurückgekehrten Rigg. Wenn alles gut gelaufen ist, wird der Abend vielleicht durch einige neue und hoffentlich auch gute Bilder gekrönt. Erfolgserlebnisse müssen wohl sein, denn sonst könnte ich die wohltuende Zufriedenheit nicht spüren, die mich immer wieder zu neuen KAP-Abenteuern anregt.<br />
<strong>Text und Fotos: Paul May</strong></p>
<p><strong>Insider Guide</strong><br />
<strong>Landmarke:</strong> Ein meist weithin sichtbares topografisches Objekt wie eine Kirche, ein Turm oder eine Windmühle. Aber auch ein einzelner markanter Baum oder Berg kann eine Landmarke sein.</p>
<p><strong>Mehr Infos</strong><br />
Homepage des Autors mit weiteren KAP-Fotos: <a href="http://www.himmelsblicke.de" target="blank">www.himmelsblicke.de</a><br />
Infos zu seinen Drachen: <a href="http://www.drachenbaendiger.de" target="blank">www.drachenbaendiger.de</a></p>
<p><strong><br />
Text und Fotos: Andreas Napravnik<br />
Koordination: Wolfgang Bieck<br />
</strong></p>
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